Kadaver vom Rhoneufer ist identifiziert: Walliser Wolf illegal abgeschossen

VISP (VS) - Nach dem Nein des Ständerats zu einer Bejagung des Wolfs sorgte diese Woche ein Tierkadaver am Rhoneufer für weitere Diskussionen rund um das Raubtier. Nun weiss man: Beim toten Tier handelt es sich um einen erschossenen Wolf.

IMG_2126_1 (1).jpg play
Beim Kadaver handelt es sich um einen Wolf. Amt für Jagd, Fischerei und Wildtiere, Wallis

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Paul ist wieder daheim! – Vater zu BLICK: «Wir möchten uns bei der...
2 In letzter Sekunde Polizei rettet Mädchen (4) aus der Aare
3 Rettungs-Einsatz bei Sarnen OW Traktor geborgen – Fahrer verletzt

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
62 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Am Montag hat ein Fischer am Ufer der Rhone westlich von Raron ein totes, hundeartiges Tier gefunden. Er hat den Fund dem zuständigen Wildhüter gemeldet. 

«Der Kadaver war bereits stark verwest, sodass das Tier nicht zweifelsfrei bestimmt werden konnte», sagte Peter Scheibler, Chef der Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere Anfang Woche.

Wolf wurde erschossen

Wegen der Grösse des Tieres tendierte man aber auf einen Wolf. Nach einer Autopsie im Tierspital Bern steht jetzt fest: Es ist tatsächlich einer! 

Das fast 35 Kilo-schwere Tier erlag nicht an einem natürlichen Tod, sondern weist Schussverletzungen auf. Aufgrund des Zustands des Kadavers sei der Wolf wahrscheinlich schon länger tot, heisst es beim Amt.

Anzeige gegen Unbekannt

Weil Wölfe vor dem Abschuss geschützt sind, hat das Amt für Jagd, Fischerei und Wildtiere bei der Walliser Anzeige gegen unbekannt erhoben. 

Genauere Angaben zur Abstammung des Wolfs wird die gegenwärtig laufende DNA-Analyse ergeben. (SDA/kmm)

Publiziert am 12.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
teilen
teilen
62 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden
Emotionale Ständeratsdebatte Darf der Wolf gejagt werden?

TOP-VIDEOS

11 Kommentare
  • Markus  Weber aus Menziken
    12.03.2016
    Die Walliser sind total sture Typen. Vor langer Zeit wurden erwischte Wilderer zum Tode verurteilt. Symbolisch gesagt, müsste dies auch heute noch mit diesen Wolfsmördern sein. Der Wolf gehört in die Schweiz und wird sie auch erobern, ob man will oder nicht. Die Natur lässt sich nicht dreinreden. Aber das kapiert der Mensch nicht. Die Natur kann ohne den Menschen leben, aber der Mensch nicht ohne Natur.Die grösste Bestie die die Natur erfunden hat ist der Mensch.
  • werner  widmer aus russikon
    12.03.2016
    Die Schweiz ist für den Wolf einfach zu klein. Wenn der Wolf reisst, ist es ein sehr schmerzliches Ableben für das Tier. Hier sieht man wie verkehrt der Tierschutz angewandt wird.
    • Raphael  Stadler aus Eschenbach
      17.03.2016
      Ich nehme an Herr Widmer, dass sie ein Vegetarier sind!!? Zudem verstarb dieser Wolf anscheinend qualvoll, weil der sehr viel bessere Jäger, anscheinend keinen totsicheren Schuss abgeben konnte. Bravo.
  • Paul  Mauchle aus St.Gallen
    12.03.2016
    Das wird einer von diesen sturen walliser Schafbauern gewesen sein. Sie täten besser daran, ihre Herden zu beaufsichtigen und zwar nicht wegen dem Wolf. Die Anzahl der Schafe die vom Wolf gerissen werden ist relativ klein im Vergleich zu jener Anzahl die zu Tode stürzen, im Herbst nicht mehr gefunden werden oder an einer Krankeit bzw. einer Verletzung sterben nur weil sie einfach nicht beaufsichtigt werden. Ich hoffe der Schütze wird eruiert und erhält eine saftige Strafe.
  • Vreneli  Meier 12.03.2016
    Es sterben etwa 10 mal mehr Schaffe , weil sie die meiste Zeit unbewacht sind, sich verirren und über Felswände stürzen. Oder im Herbst werden sie einfach nicht gefunden. Das hat noch nie jemanden gestört. Aber die paar Schaffe, die vom Wolf gerissen werden, wenn sie denn nicht schon tot waren, gefährden die Existenz der Bauern. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Das einzige was man zur Entschuldigung anführen könnte: Die Walliser können hinschauen, wohin sie wollen, sie
  • Lilian  Hug 12.03.2016
    Ich hab schon zweimal Ferien auf der Alp verbracht und weiss daher, wie es zugehen kann,aber natürlich nicht muss. Zuwenige Hirten, für zuviele Tiere ist leider keine Ausnahme. Auf diesen beiden Alpen gab es jeweils nur Einen, der sich um die Herde zu kümmern hatte. Ausserdem weiss ich aus sicherer Quelle- Es ist bestimmt nicht unmöglich für ein gerissenes Tier mehr zu bekommen, als den aktuellen Schlachtpreis.