Jugendgewalt eskaliert: Und was tut der Bundesrat?

  • Publiziert: 10.44 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Michael Scharenberg

BERN – Die Gewalt von Jugendlichen eskaliert. Ein Riesenproblem. Jetzt plant Bundesrat Massnahmen. Aber das sei alles zu schwammig, kritisiert SP-Nationalrätin Chantal Galladé.

Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) und die Jugendstrafurteilsstatistik (JUSUS) beweisen es: In den letzten 20 Jahren haben die Gewaltdelikte von Jugendlichen massiv zugenommen: 5 x mehr Körperverletzungen 10 x mehr Drohungen, Nötigungen und Erpressungen.Dazu hat der Bundesrat heute ein nationales Programm zur Prävention und Bekämpfung in Aussicht gestellt, das er mit den Kantonen, Städten und Gemeinden ausarbeiten will. Das sei immerhin ein erster Schritt, sagt SP-Nationalrätin Chantal Galladé im Interview mit Blick.ch (siehe unten). Doch nutze der Bundesrat seinen Spielraum bei weitem nicht aus. Zwar: Gewalt gehe nur von einer Minderheit von Jugendlichen aus, hält der Expertenbericht fest, den der Bundesrat in Auftrag gegeben hat. Doch habe sie folgenschwere Auswirkungen auf die Opfer, die Gesellschaft und die Gewalttäter selber. Deshalb brauche es Interventions- und Repressionsmassnahmen, aber auch eine Prävention.Nächstes Jahr will der Bundesrat das Detailkonzept zur Prävention und Bekämpfung der Jugendgewalt und zur besseren Zusammenarbeit mit den Medien vorlegen.

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