Journalist suchte Sex-Opfer

  • Aktualisiert am 02.01.2012

ZÜRICH – Der Mann hätte beim Schreiben bleiben sollen. Stattdessen überfiel er mit einer Komplizin Freier. Dafür müssen beide jetzt schwer bezahlen.

Fünfmal innert drei Wochen hat der Wirtschaftsjournalist im Sommer 04 Freier überfallen. Der heute 45-Jährige und seine Freundin hatten diese per Internet kontaktiert und ihnen gegen Entgelt ausgefallene Sex-Spiele angeboten.

Hatte sich ein Mann gemeldet, gingen der Schreiberling und seine neun Jahre jüngere Freundin zu ihm heim. Dort zog der Glarner jeweils eine geladene Pistole und forderte Geld heraus. Insgesamt erbeutete das Duo so rund 10000 Franken. Die Tat begingen sie aus Geldnot. Unter den Opfern waren verheiratete Familienväter, ein Diakon der reformierten Kirche und ein Pilot – alles Leute, die viel zu verlieren hatten.

Das Zürcher Obergericht verurteilte den Journalisten jetzt wegen bandenmässigen schweren Raubs, mehrfacher räuberischer Erpressung sowie Freiheitsberaubung zu acht Jahren Zuchthaus. Als Mittäterin bekam seine Freundin sechs Jahre Zuchthaus.

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