Jetzt wird das VBS durchleuchtet

  • Publiziert: 19.40 Uhr, Aktualisiert: 20.01.2012

BERN – Bundesrat Samuel Schmid erhält von der Sicherheitskommission zwar Rückendeckung. Aber die Zustände im VBS sollen untersucht werden.

Nach Nefs Aufgabe als Armeechef fordern Politiker und Bürger auch Samuel Schmids Rücktritt. Soweit gehen die Sicherheitspolitischen Kommissionen (SIK) von National- und Ständerat nicht.

Nach einer längeren Diskussion habe die Kommission mit 8 zu 12 Stimmen bei 4 Enthaltungen gegen die Rücktrittsforderung entschieden, sagte SIK-Präsident Bruno Zuppiger.

Aber die SIK des Nationalrats will die Zustände im VBS unter die Lupe nehmen. Dazu soll die GPK besonders den Zustand der Armee und die Kaderselektion unter die Lupe nehmen, erklärte Zuppiger. Auch die unglückliche Ernennung von Armeechef Roland Nef wird überprüft. (SDA/zum)

Sehen Sie weitere BLICK-Videos zum Thema:

Bruno Zuppiger zum Rücktritt Nefs

Hans Altherr zum Rücktritt Nefs



Journalisten-Fragen an Bruno Zuppiger

Keine Krise

BERN – Die Affäre Nef ist nicht die erste Krise der Schweizer Armee. Der Militärsoziologe Karl Haltiner warnt darum davor, aus dem Fall des Armeechefs strukturelle Probleme der Armee abzuleiten. Es gebe in der Schweiz keine Rücktrittskultur, und doch habe es im Zusammenhang mit der Armee schon Rücktritte gegeben. Etwa beim Mirage-Skandal in den 60er-Jahren, der sogar einen Bundesrat das Amt kostete. (SDA)
play SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger (56), ZH. (Keystone)

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