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Billag wehrt sich: Die harsch kritisierten Spots hätten «nur» 250000 Franken gekostet.
Sie kassiert Gebühren ein, verfolgt säumige Zahler und ist deswegen ziemlich unbeliebt: die Billag. Ihr Sprecher Jonny Kopp wehrt sich jetzt jedoch gegen den Vorwurf, die Swisscom-Tochter verschleudere Steuergelder.
Das Unternehmen habe sein Mandat 1999 und 2006 zweimal in einem Wettbewerbsverfahren gegen namhafte Konkurrenz gewonnen. Wirtschaftlichkeit und Qualität seien dabei die beiden zentralen Kriterien gewesen.
Kopp verweist zudem auf die umfangreiche Tätigkeit der Billag: Diese verwalte 3 Millionen gemeldete Haushalte und Betriebe, stelle jährlich 12 Millionen Rechnungen aus, verschicke 1 Millionen Mahnungen pro Jahr und leite jedes Jahr 70000 Betreibungen ein.
Es sei im Übrigen der Bundesrat und nicht die Billag, der die Empfangsgebühren festlege, sagte Kopp weiter. Die Landesregierung berücksichtige dabei unter anderem den Finanzbedarf der SRG. Die Aufgabe der Billag beschränke sich darauf, die Gebühren einzuziehen.
Auch den von der Facebook-Gruppe «Bye bye Billag» erhobenen Vorwurf, die Billag gebe teures Geld für die Platzierung von TV-Spots aus, lässt Kopp nicht gelten. Man sei vertraglich verpflichtet, regelmässig über die gesetzliche Melde- und Gebührenpflicht zu informieren.
Dazu setze die Billag unter anderem TV-Spots ein. Deren Produktion habe im Durchschnitt 250000 Franken gekostet. Die Ausstrahlung übernehme die SRG, die dafür ihre eigenen TV-Kanäle zur Verfügung stelle.
Wie sich die Diskussion nun weiterentwickelt, ist vorderhand offen. Bereits haben sich mehrere bürgerliche und linke Politiker hinter die Forderung von Preisüberwacher Stefan Meierhans gestellt. Wichtig sei in erster Linie, dass die Diskussion lanciert sei, sagte Meierhans Sprecher Rudolf Lanz. (SDA)