Jetzt spricht der Armeechef

  • Publiziert: 27.05.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Korpskommandant André Blattmann nimmt zum ersten Mal Stellung über das rätselhafte Verschwinden eines Rekruten in der Aare. Indes wurde die Suche nach dem 21-jährigen für heute eingestellt.

In einer Botschaft wandte sich Armeechef André Blattmann an die Angehörigen der Armee. Die genauen Umstände über das Unglück würden weiter abgeklärt, die Suche nach dem vermissten Kameraden sei seit Stunden im Gange.

Dabei gedachte Blattman auch der Familie, allen Angehörigen und den Dienstkameraden des Vermissten. «In diesen schweren Stunden versuchen wir unser Möglichstes, um ihnen zu helfen».

Blattmann erinnerte an das tragische Unglück auf der Kander. Wieder habe sich gezeigt, wie unberechenbar und gefährlich fliessende Gewässer sein könnten. Der Armeechef rief alle militärischen Vorgesetzten dazu auf, ihre Führungsverantwortung umfassend und konsequent wahrzunehmen und appellierte auch an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen.

«Nehmen Sie ihre Verantwortung wahr, für sich selbst und Ihre Kameraden. Dies beinhaltet auch den bewussten Umgang mit Risiken», schreibt Blattmann.

Gleichzeitig erinnert er an seine drei Schwerpunkte für 2009: Kadernachwuchs, Ausbildung und Ordnung. Insbesondere der Ordnung soll starkes Gewicht beigemessen werden. Ordnung zu halten bedeute, sich in allen Lagen diszipliniert zu verhalten. «Die Durchsetzung der Ordnung ist letzlich auch ein Beitrag zur Risikominimierung», sagte der Armeechef heute. (b38)

play Korpskommandant André Blattmann nimmt Stellung zum Unglück auf der Aare. (Keystone/VBS)

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