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Pater Gregor Müller schockt die Schweiz. Er gibt zu, in den 70er-Jahren an den Klosterschulen Mehrerau (A) und Birnau (D) Ministranten und Schüler missbraucht zu haben (Blick.ch berichtete).
Ein Opfer erzählt: «Er packte mich an den Haaren und versuchte, mich zu küssen. Ich habe ihn ins Gesicht gebissen und habe geschrien. Er hat zugeschlagen mit dem Stock, mich zusammengeschlagen, um mich ruhig zu kriegen.»
Gregor Müller ist abgetaucht. Wo er sich zurzeit aufhält, wann und ob er zurückkehrt, weiss niemand. Aber seine Übergriffe an der Klosterschule Mehrerau haben bei den Opfern tiefe Wunden hinterlassen, wie auf österreichischen Internetportalen zu lesen ist.
Oral befriedigt
Dort berichten misshandelte Schüler von den erschütternden Peinigungen, die sie im Internat erdulden mussten: «Sie steckten uns ihre Hand in die Hose und in den Schlafanzug. Es gab einige, die die Geistlichen oral befriedigen mussten, denen ein Finger in den Hintern gesteckt wurde und die nachts wach wurden, weil sie von so einem Schwein oral «befriedigt» wurden.»
Auch an Gregor Müller erinnert sich ein Opfer sehr genau: «Schuljahr 1968/69 – ein neuer Pater kommt in die Mehrerau, ein Schweizer (...), Pater Gregor genannt. Ein kleingewachsener Schweizer, etwa Mitte 20, mit spärlichem Bartwuchs, begrüsst seine «Zicklein», die zum neuen Schuljahr in die 1. Klasse einrücken.»
Plötzlich habe es Ärger zwischen einigen Eltern und der Schulleitung gegeben, schreibt der ehemalige Schüler. Pater Gregor sei keine zwei Monate nach Schulbeginn, also etwa im November 69 über Nacht aus dem Kloster abgezogen worden. «Viel Getuschel, was ist wem geschehen? Keine Erklärungen.»
Schülern Pornos gezeigt
Aber nicht nur in den 70er- und 80er-Jahren soll es zu Missbrauchsfällen gekommen sein: «Es hat auch in den letzten Jahren sexuelle Übergriffe gegeben», schreibt ein Insider. «Ein Erzieher wurde deswegen suspendiert (Er hat Schülern Pornos gezeigt und sie dabei zur Selbstbefriedigung animiert).... für nicht allzu lange Zeit ... er wurde dann tatsächlich wieder eingestellt ... und wurde dann erst wieder entlassen.»
Grün und blau geschlagen
Die ehemaligen Klosterschüler berichten neben sexuellem Missbrauch auch von massiver körperlicher Gewalt: «Ich war 1964 in der Mehrerau und ich hatte viel Heimweh. Jedoch nicht weil ich so weit weg von Zuhause war, sondern weil ich in diesem Haus eine unglaubliche Kälte emfpunden habe.»
«Der damalige Präfekt hatte die Angewohnheit bei zuviel Fehler bei einem Latein- und Vokabel-Test oder wenn man im Schlafsaal beim Schwätzen erwischt wurde ordentlich mit einer Rute zuzuschlagen» beschreibt der Mann weiter. «Meine Oberschenkel hatten manchmal ein Design in allen Regenbogenfarben. Ich habe mich deshalb nie wohl gefühlt, weil immer Angst im Spiel war. Ich hatte verdammtes Heimweh. Der Präfekt lebt zwar schon lange nicht mehr. Die Wunden sind aber noch, zumindest seelisch, spürbar.»