
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Gestern Hans-Rudolf Merz und sein deutscher Kollege Steinbrück, heute Doris Leuthard (rechts) und OECD-Gurria: Unsere Bundesräte strahlen an der Seite ausländischer Politiker. Und die französische Finanzministerin Christine Lagarde lächelt dazu. (AP)
Als die Schweiz im Frühling auf die graue OECD-Liste der Steueroasen gesetzt wurde, wussten alle möglichen Länder davon, bevor unser Land selber davon erfuhr. Das soll sich jetzt ändern.
Als OECD-Mitglied soll in Zukunft auch die Schweiz frühzeitig Informationen erhalten, die sie betreffen. Das hat OECD-Generalsekeretär Angel Gurria in einem Brief an die Schweiz versprochen, wie Bundesrätin Doris Leuthard bekanntgab. «Damit haben wir jetzt eine Garantie, die uns erlaubt, zuversichtlich zu sein», sagte Leuthard bei ihrer Ankunft am OECD-Ministertreffen heute in Paris.
Aber noch pokert die Bundesrätin. Es geht um die 136000 Euro (200000 Franken), die die Schweiz der OECD zur Verfügung stellen will. Das Geld gibts erst, wenn «die OECD und die anderen Länder uns korrekt behandeln», droht Leuthard.
Trotzdem: OECD-Gurria dürfte die Summe bald kassieren. Denn er lobt die Schweiz beim Kampf gegen Steuerbetrug jetzt auf einmal in den höchsten Tönen: Die gemeinsam erzielten Fortschritte seien «extrem positiv», sagte er in Paris. (SDA/snx)