Affäre Gaddafi: «Jetzt ist fertig mit Entschuldigungen»
BERN – Wüstendiktator Gaddafi will eine erneute Entschuldigung. Wegen der Veröffentlichung der Polizeifotos seines Sohnes. Diese Forderung empört die Schweizer.
Von Lilian Spörri | Aktualisiert um 15:30 | 01.10.2009
Er hat noch nicht genug: Muammar al Gaddafi will eine zweite Entschuldigung. Eine erneute Entschuldigung dafür, dass durch eine Lücke bei der Genfer Polizei Fotos seines Sohnes Hannibal nach der Verhaftung veröffentlicht wurden. «Für ihn (Muammar al-Gaddafi) war das der Beweis, dass die Schweiz die Libyer ein weiters Mal demütigen wollte», sagte Merz in einem Interview mit «L´Hébdo».
Die Schweizer sind erzürnt über diese Forderung. «Beendet mal die diplomatischen Beziehungen mit diesem Irren aus Libyen. Die Geiseln wird er NIE freilassen», fordert Blick.ch-Leser René Meyer. «Die Schweiz ist ein Witz. Am besten noch zehn Mal entschuldigen und noch Lösegeld bezahlen, natürlich mit Steuergeldern», ärgert sich Gregor Gautschi aus Chur.
Spiess nun umdrehen
Nicht nur die Schweizer Bevölkerung ist verärgert über diese neuste Entwicklung. Auch SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hat kein Verständnis mehr: «Jetzt ist fertig mit Entschuldigungen!», verlangt sie. «Bundesrat Merz soll sich einfach nicht mehr Richtung Libyen bewegen.» Man müsse nun den Spiess umdrehen und die Gespräche abbrechen. «Sonst verkommen wir definitiv zur Lachnummer der Welt!» Rickli meint, Libyen werde seinem Ruf als Schurkenstaat immer noch gerecht.
Erstaunt reagiert SP-Nationalrat Mario Fehr: «Bundesrat Merz sollte jetzt einfach schweigen», findet er. «Für ihn, die Schweiz und die Geiseln.» Er könne nicht verstehen, dass er sich erneut so in einem Interview äussere. «Offenbar hat er ja in der Affäre Gaddafi nichts erreicht. Also soll er doch einfach die EDA-Diplomaten arbeiten lassen.»
Kritik an Polizei
FDP-Nationalrätin Doris Fiala meint: «Ich habe zwei Seelen in meiner Brust.» Einerseits sei in dieser Affäre von allen Seiten politisch so viel dreingeredet worden. «Wir kennen all die diplomatischen Verhandlungen nicht, die im Hintergrund laufen», meint sie, die auch Mitglied der Aussenpolitischen Kommission ist. Andererseits sagt Fiala jedoch: «Ich hätte aber Verständnis, wenn man irgendwann sagen würde: Jetzt ist genug!»
CVP-Nationalrätin Kathy Riklin, ebenfalls Mitglied der Aussenpolitischen Kommission, will das «neuste Puzzleteil» in der Affäre Gaddafi nicht weiter kommentieren. Riklin ist jedoch über etwas ganz Anderes beunruhigt: «Man fragt sich schon, wie diese Polizei-Fotos überhaupt an die Öffentlichkeit gelangen konnten.»
Die Schweizer sind erzürnt über diese Forderung. «Beendet mal die diplomatischen Beziehungen mit diesem Irren aus Libyen. Die Geiseln wird er NIE freilassen», fordert Blick.ch-Leser René Meyer. «Die Schweiz ist ein Witz. Am besten noch zehn Mal entschuldigen und noch Lösegeld bezahlen, natürlich mit Steuergeldern», ärgert sich Gregor Gautschi aus Chur.
Spiess nun umdrehen
Nicht nur die Schweizer Bevölkerung ist verärgert über diese neuste Entwicklung. Auch SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hat kein Verständnis mehr: «Jetzt ist fertig mit Entschuldigungen!», verlangt sie. «Bundesrat Merz soll sich einfach nicht mehr Richtung Libyen bewegen.» Man müsse nun den Spiess umdrehen und die Gespräche abbrechen. «Sonst verkommen wir definitiv zur Lachnummer der Welt!» Rickli meint, Libyen werde seinem Ruf als Schurkenstaat immer noch gerecht.
Erstaunt reagiert SP-Nationalrat Mario Fehr: «Bundesrat Merz sollte jetzt einfach schweigen», findet er. «Für ihn, die Schweiz und die Geiseln.» Er könne nicht verstehen, dass er sich erneut so in einem Interview äussere. «Offenbar hat er ja in der Affäre Gaddafi nichts erreicht. Also soll er doch einfach die EDA-Diplomaten arbeiten lassen.»
Kritik an Polizei
FDP-Nationalrätin Doris Fiala meint: «Ich habe zwei Seelen in meiner Brust.» Einerseits sei in dieser Affäre von allen Seiten politisch so viel dreingeredet worden. «Wir kennen all die diplomatischen Verhandlungen nicht, die im Hintergrund laufen», meint sie, die auch Mitglied der Aussenpolitischen Kommission ist. Andererseits sagt Fiala jedoch: «Ich hätte aber Verständnis, wenn man irgendwann sagen würde: Jetzt ist genug!»
CVP-Nationalrätin Kathy Riklin, ebenfalls Mitglied der Aussenpolitischen Kommission, will das «neuste Puzzleteil» in der Affäre Gaddafi nicht weiter kommentieren. Riklin ist jedoch über etwas ganz Anderes beunruhigt: «Man fragt sich schon, wie diese Polizei-Fotos überhaupt an die Öffentlichkeit gelangen konnten.»
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Soll sich die Schweiz bei Gaddafi ein zweites Mal entschuldigen?
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Auf keinen Fall! Wenn das passiert, hat die Schweiz ihr Gesicht verloren.
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Das sagen Blick.ch-Leser
- Patrick Mouttet, Basel - 15:12 | 01.10.2009
- » Entschuldigen? Für was? Dass die Genfer Justiz eingeschritten ist? Entschuldigen dafür, dass dieser Übergriff publik worden ist? Sorry, aber jetzt reichts wirklich! Fakt ist, Sohnemann Gadafi hat Mist gebaut, von daher ist die Reaktion der Justiz, wie auch der Medien absolut gerechtfertigt! Und jetzt, soll der BR endlich mal Rückgrat beweisen, sich hinstellen und sagen SO NICHT. Zudem sollten alle Beziehungen eingefroren werden, die Medien die Berichterstattung einstellen!
- Stephan Kaufmann, Schaffhausen - 15:09 | 01.10.2009
- » ...das ganze Programm laufen lassen... Botschaft in Tripoli schliessen, die Diplomaten in Bern nach Libyen zurückschicken, Vermögenswerte einfrieren, Produkte/Handelsgüter boykottieren, Warenverkehr einstellen, allenfalls mit Sonderzöllen belegen, im Personenverkehr Visa einschränken/aufheben und dem ganzen Clan lebenslange Einreisesperren verhängen;-) Fertig Bückling, eine klare, unmissverständliche Haltung ist gefragt!
- Markus Bähi, St.Gallen - 14:43 | 01.10.2009
- » Wir sollten alle dem werten Herr Gaddafi einen Brief oder mindestens eine E-Mail schreiben und uns entschuldigen. Vielleicht, wenn er unter dieser Flut versinkt, hat er dann endlich genug von Entschuldigungen. Liebe Blick-Leute habt ihr uns eine entsprechende Adresse?
- Werner Bieinisowitsch, Palma de Mallorca - 14:41 | 01.10.2009
- » Lasst doch den Despoten weiter "täubelen", friert alle seine noch in der Schweiz liegenden Konten ein, brecht alle Kontakte auf diplomatischer und wirtschaftlicher Basis mit diesem Kameltreiber ab. Klagt ihn bei der Menschenrechtskommission ein, wegen der Hasstiraden gegen die Schweiz, sowie von Hannibal wie von seinem "sauberen" Vater. Einmal ist genug, werdet endlich wieder mal Männer in Bern, und seid nicht nur armselige Marionetten.
- Beat Unternährer, Innerthal - 14:35 | 01.10.2009
- » was redet ihr alle immer von kontes der hat das geld schon lange abgezogen 6 Mia sind weg
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