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Der prominente Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst untersuchte die Brüste einer Patientin. Ein alltäglicher Vorgang im Bereich der plastischen Chirurgie. Nur war es in diesem Fall keine gewöhnliche Patientin, sondern die damalige Miss Argovia, Jessica De Filippis. Sie wurde vom «Kassensturz» als Lockvogel eingesetzt, die Untersuchung mit einer versteckten Kamera gefilmt und im Konsumentenmagazin ausgestrahlt (Blick.ch berichtete).
Gegen den Einsatz der versteckten Kamera klagt nun die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen vier SF-Mitarbeiter. Darunter ist auch Chefredaktor Ueli Haldimann, wie «persönlich.com» berichtet. Für ihn beantragt der Staatsanwalt die höchste Strafe: Er soll zu einer Geldstrafe von 16800 Franken und einer Busse von 6000 Franken verknurrt werden. Zahlt Haldimann nicht, droht ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen.
Bitter ists aber vor allem für die Ex-Miss Argovia. Jessica De Fillipis. «Kassensturz» hatte sie als Lockvogel eingesetzt. Allerdings hat SF die schöne De Fillipis nicht über die möglichen rechtlichen Konsequenzen einer solchen verdeckten Story hingewiesen. Für ihren dreitägigen Einsatz erhielt sie gerade einmal 1000 Franken – mehr als wenig, bedenkt man, was jetzt an möglichen Geldstrafen auf die junge Frau zukommen könnte.
Der Zeitpunkt der Verhandlung gegen Haldimann und Co. steht noch nicht fest. Klar ist aber: Es ist nicht das einzige hängige Verfahren gegen den SF-Chefredaktor. Ein ganz ähnlicher Fall beschäftigt seit 2003 die Richter. Sollte es in einem der beiden Prozesse zu einer Verurteilung kommen, hat SF einen vorbestraften redaktionellen Leitwolf. (zum/gux)
Im Fokus des Gesetzes: SF-Chefredaktor Ueli Haldimann.- Keystone