
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Luftraumsperre über der Schweiz ist aufgehoben. Jetzt starten und landen wieder Maschinen auf dem Flughafen Zürich. Doch jetzt droht neuer Ärger: Um den Betrieb wieder zu normalisieren, wurde sogar die Nachtflugsperre aufgehoben. Diese gilt zwischen 0 und 6 Uhr.
Es könne vereinzelt zu Flügen kommen, sagt Flughafen-Sprecherin Jasmin Bodmer. Wieviele Flugzeuge während der Nacht landen werden, sei aber noch nicht absehbar.
Bazl-Direktor Peter Müller warnte vor zu grosser Euphorie über die Aufhebung des Verbots. «Die Krise ist noch nicht ausgestanden», sagte er. Es sei nicht auszuschliessen, dass das Massnahmedispositiv kurzfristig wieder angepasst werden müsse.
Heute werden auch die ersten Langstreckenflüge aus dem Ausland erwartet. Zum Beispiel aus Bangkok, Tokio und New York. Doch offenbar gibts auch da schon wieder Ärger. Denn darin sitzen nicht nur gestrandete Passagiere, sondern auch solche, die später gebucht haben.
Ein Kunde schreibt auf der Facebook an Swiss: «Heute geht der erste Flug wieder von New York. Anstelle den Flug mit diesen Passagieren zu füllen, welche schon seit Samstag auf den Rückflug warten, lasst ihr den Flieger mit den regulären Buchungen für den heutigen Flug boarden, und uns bringt ihr für den 28. April unter.»
Solche Situationen gibt es häufiger, wie mehrere Einträge zeigen. Laut der Antwort von Swiss würde es aber Wochen dauern, Umbuchungen vorzunehmen.
Bis alles wieder regulär läuft, dauert es mehrere Tage, wie Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel gegenüber Blick.ch sagte. Auch auf der Website heisst es: «Swiss versucht den regulären Flugplan sukzessive wieder aufzunehmen. Es wird aber auch am Dienstag zu Flugausfällen kommen.»
80 Stunden lang waren die Flugzeuge der Swiss gestrandet. Die Fluggesellschaft musste allein gestern rund 400 Flüge mit rund 42000 Buchungen stornieren.
Auch der Flugbetrieb in Genf-Cointrin hat langsam wieder begonnen. Ein erstes Flugzeug ist gegen 8.30 Uhr vom Internationalen Flughafen Genf gestartet – jedoch ohne Passagiere. Die Maschine habe sich auf den Weg gemacht, gestrandete Fluggäste einzusammeln
Der Betrieb werde langsam hochgefahren, erklärte Sprecher Bernhard Stämpfli. Zahlreiche Fluggesellschaften hätten immer noch Flüge annulliert. Die Flughafenbetreiber raten allen Passagieren, deren Flüge als Ausfälle registriert sind, davon ab, an den Flughafen zu kommen.
Seit den ersten Flugraumsperrungen in Europa am Donnerstag waren bei der Schweizer Fluggesellschaft rund 170000 Buchungen betroffen. Auf den drei grossen Schweizer Flughäfen Zürich, Genf und Basel-Mulhouse fielen am Montag weit über 1000 Flüge aus. (SDA/num)