«Jeder Rappen zählt» Über 6 Mio für Kinder auf der Flucht

Über 7,3 Millionen Franken Hilfsgelder dank zweier Spendenaktionen: Das ist die Bilanz der Sendungen aus der Glasbox «Jeder Rappen zählt» in Luzern und «Coeur à Coeur» in Lausanne, die gestern Abend zu Ende gegangen sind.

Achte Auflage der Sammelaktion «Jeder Rappen zählt» in Luzern: Über sechs Millionen Franken kamen dieses Jahr zusammen. play
Achte Auflage der Sammelaktion «Jeder Rappen zählt» in Luzern: Über sechs Millionen Franken kamen dieses Jahr zusammen. KEYSTONE/URS FLUEELER

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«Jeder Rappen zählt» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF und der Glückskette sammelte insgesamt 6'162'076 Franken, wie die Organisatoren mitteilten. Mit dem Geld werden Hilfsprojekte für Kinder allein auf der Flucht im In- und Ausland unterstützt. Es war die achte Auflage des Spendenformats. Bereits zum vierten Mal stellten die Organisatoren die Glasbox auf dem Europaplatz in Luzern auf.

Dort empfing das Moderationsteam mit Rosanna Grüter, Stefan Büsser und Fabio Nay während sechs Tagen Politiker, Musiker, Comedians und Sportler. Abschluss bildete am Abend eine TV-Liveshow auf SRF 2. Nik Hartmann empfing die drei Radiomoderatoren nach ihrem Auszug aus der Glasbox.

Der Gesamtbetrag kam dank Sammelaktionen von Schulklassen, Vereinen, Familien oder Einzelpersonen, Musikwünschen und Einzelspenden zusammen. In den vergangenen sieben Jahren konnte «Jeder Rappen zählt» laut den Organisatoren rund 50 Millionen Franken für Menschen in Not weltweit sammeln.

24 Millionen Kinder auf der Flucht

Das in diesem Jahr gespendete Geld kommt Projekten in der Schweiz und im Ausland für Kinder und Jugendliche zugute, die ohne ihre Eltern oder einer anderen sorgeberechtigten Person auf der Flucht sind und Schutz vor Krieg, Verfolgung und extremer Armut suchen. Weltweit sind 24 Millionen Kinder auf der Flucht, davon fast 100'000, die alleine unterwegs sind.

Für wohltätige Zwecke gesammelt wurde in den letzten Tagen auch bei der Westschweizer Radio Télévision Suisse RTS. Zwischen Samstag und Freitagabend lief dort erstmals die Aktion «Coeur à Coeur» (etwa: Herz an Herz). Dabei kamen 1'230'276 Franken für Menschen in Not in der Schweiz zusammen. Ein entsprechender Cheque wurde der Glückskette übergeben.

135 Gäste im Studio

Während 147 Stunden hatten die drei Moderatoren Pauline Seiterle, Jonas Schneiter und Philippe Robin ununterbrochen aus einer Glasbox von der Place Centrale in Lausanne gesendet. Am Freitagabend wurden sie von Tennis-Star Timea Bacsinszky «befreit».

Gespendet werden konnte während der sechs Tage vor Ort, online oder telefonisch. Über 6000 Musiktitel wurden verbunden mit einer Spende vom Publikum gewünscht, 135 Gäste fanden den Weg ins Studio. Die Aktion hat RTS 400'000 Franken gekostet.

Die Glückskette wird den gesammelten Betrag als Hilfeleistung für Menschen in der Schweiz einsetzten, die von Armut bedroht sind und unvorhergesehene Rechnungen nicht begleichen können. Zudem werden Organisationen unterstützt, die mit jugendlichen Ausbildungs- oder Schulabbrechern arbeiten.

Die Zahlen in der Schweiz sind alarmierend. Heute leben laut RTS eine Million Menschen in einer prekären Situation. Eine Person von 15 lebt unterhalb der Armutsgrenze. (sda)

Publiziert am 24.12.2016 | Aktualisiert am 28.12.2016
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25 Kommentare
  • Hans  Müller aus Bern
    24.12.2016
    Entlich, nun kann ich wieder DRS 3 hören ohne mich täglich nerven zu müssen über diese Aktion.
  • Mike  Studer 24.12.2016
    Es ist ja schön und gut, dass man für flüchtende Kinder spendet. Besser wäre, man würde sich dafür einsetzen, dass Kinder nicht mehr flüchten. Aha, etwas zum Nachdenken für die Weihnachtszeit. Wünsche ein besinnliches Fest !
  • Daniel  Gerber aus Zürich
    24.12.2016
    Deutschland rechnet für die Flüchtlinge 2016 mit Kosten von knapp 20 Milliarden Euro (!). Mit diesem Geld wird nun einigen hunderttausend Flüchtlingen geholfen. Wenn man diesen Betrag direkt in die entsprechenden Länder investieren würde: Nahrung, Bildung, Infrastruktur, Wiederaufbau, hätte man Dutzenden Millionen Menschen geholfen und ihnen eine Zukunft ermöglicht.
  • Michael  Caminada , via Facebook 24.12.2016
    Traurig das immer für Menschen aus dem Ausland gesammelt wird, die sowieso schon alles bekommen. Während in der Schweiz so manche Familie und so manches Kind jeden Rappen zweimal umdrehen muss.
  • Max  Stirni 24.12.2016
    Das macht dann also insgesamt ca 1 Franken pro Kind auf der Flucht? Werde das Gefühl nicht los, dass man mit diesen endlosen Spendenaktionen und Solidaritätsaufrufen die Probleme nur in die Länge zieht und am Ende eigentlich niemandem wirklich geholfen ist. Ausser den Egos der edlen Helfer. Fakt ist einfach, dass all die Regionen die dauernd unsere Unterstützung brauchen sowieso massiv überbevölkert sind. Wieso man dieses Übel nicht mal an der Wurzel packt entzieht sich mir.