Jakob Vogt (62) springt bei Wind und Wetter in den Rhein «Mein Körper braucht das»

Obwohl winterliche Temperaturen herrschen, lässt sich Jakob Vogt sein Bad im Rhein nicht nehmen. Er geht das ganze Jahr draussen schwimmen, auch im Februar.

«Mein Körper braucht das»

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Eine Stunde nach dem kalten Bad im Rhein zittert der Körper von Jakob Vogt (62) aus Wittnau AG immer noch. «Es ist wie eine Sucht. Die einen trinken, ich schwimme halt. Mein Körper braucht das», sagt Vogt.

Der Wassernarr frönt seinem Hobby seit über 20 Jahren. Tag für Tag – auch bei klirrender Kälte.

Im normalen Leben verbrennt Jakob Vogt Sondermüll. Vor oder nach der Schicht fährt er nach Sisseln AG und zieht sich am Ufer um. Seine Frau Erika ist heute mitgekommen. «Jemand hat sich schon einmal beklagt, dass mein Mann am Ufer blankzieht. Dabei muss er sich doch irgendwo umziehen», sagt sie.

Auf die Frage, wie das Wasser sich anfühle, gibt sich der Aargauer wortkarg: «Nass.» Dann marschiert er in seiner Badehose los, den Rhein hinauf bis zum Einstieg. «Ich entscheide nach Gefühl, wo ich reingehe. Wenn es sehr kalt ist, darf ich allerdings den Ausstieg nicht verpassen. Sonst spiele ich mit meinem Leben», sagt Vogt.

Über 15 Minuten lässt der Rheinschwimmer sich treiben. Ein Schwan beäugt seinen Ausstieg aus dem fünf Grad kalten Wasser. Vogt kennt den Vogel: «Das ist der Roli, mein Kumpel, er ist ein kleiner Giftsack. Er ist mir auch schon auf den Buckel geklettert.»

Im Herbst sei es am schönsten im Rhein. Das Wasser sei wärmer als die kalte Morgenluft. Ab und zu beobachte er einen Biber, der Äpfel aus einem angrenzenden Garten stibitze. «So etwas sieht man in der Beiz nicht», sagt er.

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 18.02.2016
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