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Die von Regierung und Kantonsparlament vorgelegte Revision des Steuergesetzes entlastet Unternehmen und begüterte Privatpersonen. Familien erhalten höhere Kinder- und Kinderbetreuungsabzüge, ältere Leute werden bei Kapitalleistungen aus der Vorsorge und bei Liquidationsgewinnen weniger stark besteuert.
Einzig die Eigentümer von Bauland, das dem bäuerlichen Bodenrecht unterstellt ist, müssen dem Fiskus mehr abliefern: Grundstücke werden nicht mehr nach landwirtschaftlichem Ertrags-, sondern nach Verkehrswert eingeschätzt.
Mit der erneuten Steuersenkung will die Regierung, dass Innerrhoden die Nase im Steuerwettbewerb vorn behält. Sie hat eine Aufwertung des Halbkantons als Unternehmensstandort im Sinn und will gut situierte Neuzuzüger anlocken.
Die Steuerausfälle würden, so die Regierung, durch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Erhöhung des Steuersubstrats wettgemacht. Die Strategie zeigt bereits Wirkung: In Appenzell wird derzeit gebaut wie nie zuvor, die Zahl der Briefkastenfirmen wächst.
Die oppositionelle Gruppe für Innerrhoden (GFI) warnte vor explodierenden Bodenpreisen, teuren Wohnungen und Landschaftszerstörung, scheiterte aber an der Landsgemeinde mit einem Rückweisungsantrag.