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Verfolgte man in den letzten Wochen die Diskussionen rund um die kommende Euro 08, konnte einem der Spass vergehen: negative Schlagzeilen, Befürchtungen, Sorgen. Von Freude keine Spur.
Einige Muster:
-«Grenzwache ist an der Euro 08 doppelt gefordert. Denn während der Europameisterschaft müssen die Grenzwächter nicht nur Hooligans an der Einreise hindern, sondern auch die illegale Einwanderung verhindern», melden die Nachrichten auf Radio DRS.
-Der Bund soll im Ausland 1000 Polizisten für die Euro 08 anfordern, verlangten die kantonalen Polizeidirektoren im Dezember. Weil die Schweizer Polizeikräfte nicht ausreichen würden.
-Soldaten sollen bei erhöhtem Risiko auch an der Euro 08 mit durchgeladener Waffe Wache schieben, schreibt der SonntagsBlick im Januar.
-Bund lockert Nachtflugverbot, damit gewaltbereite Fans direkt ausgeflogen werden können, berichtet der «Tages-Anzeiger» heute.
-Den Gipfel an besorgter Euro-Vorbereitung bot aber den Fan-Koordinator David Zimmermann. An einer Schulung für Gastgeber sagte er gemäss «SonntagsZeitung»: «Jeder Fan ist irgendwie Mensch, jeder Mensch ist irgendwie Fan.»
Das sind nur wenige Beispiele aus einem ganzen Wust an Negativ-Meldungen im Vorfeld der Euro 08. Es entsteht der Eindruck, dass statt Fussball-Lust der grosse Frust dominiert.
Das Theater erinnert stark an das Vorfeld der Expo02: Auch damals übte sich die Schweiz im kollektiven Klagen. Als dann endlich die Tore der Arteplages öffneten, schlug die miese Stimmung in Begeisterung um.
Machen wir es bei der Euro bereits jetzt: Das Fussball-Fest darf kommen. Wir freuen uns. Freuen Sie sich mit.