IT-Experten warnen nach Hack an Basler Schule: Lehrer «schlampen» beim Datenschutz

BASEL/ST. GALLEN - Schweizer IT-Experten sind alarmiert. Schülern gelingt es regelmässig, die PCs ihrer Lehrer zu hacken. Eine Kunst ist das nicht.

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Sie hackten sich in die Computer ihrer Lehrer und klauten Prüfungsfragen. In Basel sind zwölf Wirtschaftmittelschüler beim Betrügen aufgeflogen (Blick.ch berichtete). Für IT-Experten ein Alarmsignal. Schulen würden mit heiklen Daten viel zu «schlampig» umgehen.

Wie genau die Basler Teenies an  die Daten gelangt sind, will das zuständige Erziehungsdepartement nicht verraten – aus Angst vor Nachahmern.

Dass es sich bei den Hackern um besonders ausgefuchste Schüler handelt, glaubt Gunnar Porada von der IT-Sicherheitsfirma Innosec indes nicht. Vielmehr sieht er einen anderen Grund für den geglückten Spionage-Angriff.

«Ich würde wetten, dass die Sicherheitssysteme an der betroffenen Schule uralt sind», sagt der ehemalige Hacker zur «Basler Zeitung». An Spionage-Programme zu kommen, sei kinderleicht. «Das gibt es alles im Internet.» Wie einfach es geht, zeigt ein Fall aus St. Gallen. Erst letzte Woche wurde dort ein Schüler der Fachhochschule verurteilt. Mittels spezieller Hardware hatte er sich Zugang zum Computer eines Dozenten verschafft und so Prüfungsfragen besorgt. Das dafür verwendete sogenannte Netbook ist legal, erst beim Einsatz wirds heikel.

Der Hacker-Angriff auf die Basler Schule ruft derweil den kantonalen Datenschützer auf den Plan. Er will sich den Fall genauer ansehen und wenn nötig handeln. Generell sei der Umgang mit Kommunikationsmedien «weitgehend unbedarft». Er vergleicht E-Mails mit Postkarten. «Mit einer Postkarte würde man doch auch nicht alles verschicken.»

Publiziert am 09.06.2015 | Aktualisiert am 10.06.2015
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2 Kommentare
  • Erwin  Tust 10.06.2015
    Die IT-Sicherheit im öffentlichen Bereich ist oft sehr mangelhaft. Ich schlage vor, dass Blick mal die Situation in den Spitälern etwas näher anschaut.
  • Peter  Balu J , via Facebook 09.06.2015
    Ich habe für den Hersteller einer Schul-Verwaltungs-Software gearbeitet, in leitender Position. Hier werden von Adressen bis hin zu Zeugnissen oder der Bista alles abgehandelt. Fakt ist, die Sicherheit ist mit diesem System absolut lächerlich. Die Verantwortlichen wissen es, wollen aber nichts dagegen tun. Ich könnte, auch nach mehreren Jahren, dieses System jederzeit hacken. Die Sicherheitstechnologie ist Asbach-Uralt! Aber nicht nur da, auch andere Systeme der öffentlichen Hand sind unsicher!