Sie haben sich so auf ihre gemeinsamen Ferien gefreut. Doch dann passiert ein schlimmer Autounfall. Eva (25) und Julien (24) sind sofort tot. Jetzt sprechen ihre Eltern.
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Das Autowrack an der Strasse nach Südfrankreich.
(ZVG)Der Vater hofft noch immer, alles sei ein böser Traum. «Manchmal denke ich, ich muss nur aufwachen. Und es ist nichts passiert», sagt Domingo Comas (53). «Ich kann nicht glauben, dass meine Tochter tot ist. Ich erwarte die ganze Zeit, dass sie um die Ecke kommt und ruft: Hoi Papi, ich bins.»
Eva (25) aus Bussigny VD stirbt bei einem Autounfall. Sie ist mit ihrem Freund Julien (24) auf dem Weg in die Ferien nach Südfrankreich, um Juliens Eltern zu besuchen.
«Sie haben sich so darauf gefreut», sagt Chantal Anthoine (60), Juliens Mutter. «Sie konnten nicht warten. Sie wollten gleich nach der Arbeit packen und fahren.» Es ist die Nacht auf den 1. September. Eva schläft auf dem Beifahrersitz. Julien sitzt am Steuer des Renault Clio.
Vier Stunden sind die beiden schon unterwegs. Bei Lus-La-Croix-Haute (F) gerät das Auto zuerst auf die Gegenfahrbahn, schiesst dann über die Leitplanke und knallt in einen Baum.
Sie waren so glücklich zusammen
«Als ich kurz darauf an die Unglücksstelle kam, waren die beiden Insassen bereits tot», sagt der Gemeindepolizist Guillaume Polidori.
Die Unfallursache ist noch unklar. Aber die Polizei vermutet, dass Julien am Steuer eingeschlafen ist.
«Es ist schlimm, dass sie schon jetzt gehen mussten», sagt Chantal Anthoine. «Eva und Julien waren so glücklich zusammen. Sie wollen ganz bestimmt nicht, dass wir traurig sind.»
Evas Eltern weilen auf einer Kreuzfahrt, als ihre Tochter tödlich verunglückt. «Die Waadtländer Polizei rief mich aufs Handy an», erzählt Domingo Comas. «Ich glaubte erst, es sei ein schlechter Witz. Für uns brach die Welt zusammen.»
«Eva und ich hatten eine ganz spezielle Beziehung. Wir konnten über alles sprechen. Auch über den Tod», erklärt ihr Vater. «Wir haben uns gesagt, dass wir uns ein Zeichen geben, wenn einer von uns stirbt. Dass es ihm auch da drüben gut geht.» Und genau das sei geschehen.
Als ich vor dem Foto mit Eva und Julien stand und einen Staubfaden weg wischte, fühlte ich etwas wie eine Umarmung. Es wurde mir ganz warm ums Herz. Und es ging mir danach besser.»
Domingo Comas trauert auch um Julien. «Er liebte meine Tochter über alles. Mit ihm habe ich einen Sohn verloren. Als er aufgebahrt vor mir lag, sagte ich ihm: Es war nicht dein Fehler.»
Im Januar hatte Eva eine Ausbildung zur Kleinkinderzieherin begonnen. Mit dem Informatiker Julien war sie seit zwei Jahren zusammen. «Er las ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Sie waren füreinander bestimmt», sagt Domingo Comas. «Ich bin froh, dass Julien jetzt bei Eva ist und er auf sie aufpassen kann.»
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