Varone streitet ab Ist das der «Stein des Anstosses?»

BERN - Er ist aus Marmor und misst 17x16x10 Zentimeter: In «Schweiz aktuell» zeigte heute eine türkische Journalistin erstmals ein Foto mit dem Stein, der den Walliser Polizeikommandanten Christian Varone in türkische Haft gebracht hatte.

  • Publiziert: 17.08.2012
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Das soll der Stein sein, den der Walliser Polizeikommandant Varone in der Türkei mitlaufen liess.

(Selma Guven Stroppel)
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Ein «Souvenir» wurde dem Polizeikommandanten zum Verhängnis: Christian Varone.

(Keystone)

Mit dem Foto konfrontiert sagte Varone in der Tagesschau des Westschweizer Fernsehens TSR allerdings, er könne den Stein nicht wiedererkennen.

Varone war Ende Juli in der Türkei festgenommen worden. Zöllner hatten in seinem Gepäck einen Stein entdeckt, der laut den Behörden aus einer archäologischen Stätte bei Antalya stammt. Nach fünf Tagen kam der Walliser Polizeikommandant wieder frei und reiste zurück in die Schweiz.

Seither wurde gerätselt, wie der Stein des Anstosses aussieht. Die türkisch-schweizerische Journalistin Selma Guven Stroppel, dereinst Sprecherin von Ex-Ministerpräsident Süleyman Demirel, präsentierte gegenüber «Schweiz aktuell» ein Foto, das aus der Gerichtsakte des Falles Varone in Antalya stamme.

Ausserdem legte die Journalistin einen Expertenbericht von Archäologen vor. Darin schreiben die Fachleute, dass es sich um ein «Eckstück eines Säulenkopfes» aus Marmor handle. Der Stein ist damit laut dem Bericht ein «Kulturgut im Sinne des Gesetzes».

Aus dem Umfeld Varones hatte es zunächst geheissen, beim betreffenden Objekt handle es sich um einen «Kieselstein». Nach seiner Entlassung aus türkischer Haft beschrieb Varone das Corpus Delicti wie folgt: Er sei faustgross und schmutzig gewesen und habe keine Inschrift getragen.

Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass der Stein wertvoll sein könne. Diese Aussage wiederholte Varone am Freitag gegenüber dem Westschweizer Fernsehen TSR. Er habe keineswegs die Absicht gehabt, illegal türkisches Kulturgut aus dem Land zu schmuggeln. Er habe bei der Ausreise ja auch nicht versucht, den Stein zu verstecken. (SDA/snx)

 

Beliebteste Kommentare

  • Claudia  Gerber
    Upsss...... das sieht ja jedes Kind das, das kein 08/15 Stein ist.
    Gibt schon zu denken das ein Herr vom Gesetzt das nicht sieht.
    Gibt zu denken............
  • Sara  Raffaella , via Facebook
    In meinen Augen wird Herr Varone immer unglaubwürdiger. Selbst ein Blinder sieht, dass dies kein gewöhnlicher Stein ist! Es ist
    tragisch, dass Varone nicht Mann und vorallem Polizist genug ist, dazu zu stehen, dass er Mist gebaut hat...

Alle Kommentare (32)

  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    es war ja gegnerisches Vertrauen dass er ausreisen konnte, wie er meinte.
    Ich meine er wird nicht mehr dorthin zurückkehren, sondern im Wallis eiene grosse politische Kariere starten.
    Gruss vom Atoll
    • 18.08.2012
    • 15
    • 6
  • Huwiler  Beat Christian , Brusque , via Facebook
    Jeder Mensch lügt, und hier scheint es offensichtlich so zu sein, dass die Lüge - nach Meinung des Lügners - der einzige Ausweg sein soll, die eigene Unbefleckheit zu erhalten. Im Zweifelsfall für den Kommandanten, doch sein Zeugnis vor dem Volk wird leiden.
    • 18.08.2012
    • 16
    • 5
  • Peter  Ho , Dürnten
    Selber schuld wer in ein Land reist das statt Gesetzte Willkür kennt.
  • Silvano  Polinetti , maunin
    Das noch grössere Cabaret als beim Klau des Unspunnensteins
    • 18.08.2012
    • 8
    • 11
  • Rea  Marc
    Er muss jetzt sowieso als Walliser Polizei Chef auftreten, er hat seine Glaubwürdigkeit für immer verloren.
    • 18.08.2012
    • 21
    • 6
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