Der Islamische Zentralrat der Schweiz plant einen Protest am Samstag in Bern. Die Aktivisten wollen gegen die Beleidigung ihres Propheten demonstrieren.
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Abdel Azziz Qaasim Illi vom IZRS will, dass der Umzug vor dem Bundeshaus oder der US-amerikanischen Botschaft endet oder dort vorbeizieht.
(Peter Gerber)Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) und zwei weitere Organisationen wollen am kommenden Samstag in Bern eine Kundgebung durchführen. «Es findet eine bewilligte, friedliche Kundgebung unter dem Motto: 'Für unseren Propheten Muhammad (SAS) und den Schutz religiöser Gefühle' statt», schreibt der IZRS auf ihrer Homepage.
Der IZRS will laut dem Aufruf mit der Demo nicht primär gegen den umstrittenen Mohammed-Film aus den USA protestieren, dessen Trailer in den letzten Tagen überall auf der Welt den Zorn vieler Muslime hervorgerufen hat.
Hauptziel sei es, die Schweizer Politik dazu aufzufordern, per Gesetz religiöse Gefühle besser zu schützen.
Die Demonstration ist jedoch - anders als dies der IZRS schreibt - noch nicht bewilligt. Wie der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte, habe es einen Kontakt zwischen einer Vertreterin des IZRS und der Stadtverwaltung gegeben. Es liege aber noch kein Kundgebungsgesuch auf dem Tisch, sagte der Berner Gemeinderat weiter.
Idealerweise vor dem Bundeshaus
Nause will deshalb auch noch keine Einschätzung zur Frage abgeben, ob das Bewilligungsgesuch eine Chance haben wird. Am kommenden Samstag steht nämlich in Bern auch eine Grosskundgebung der Gewerkschaft Unia auf dem Bundesplatz auf dem Programm.
Abdel Azziz Qaasim Illi vom IZRS sagte am Sonntag auf Anfrage, wo genau die Kundgebung stattfinden solle, sei noch offen. Der IZRS strebe einen Umzug an, der idealerweise vor dem Bundeshaus oder der US-amerikanischen Botschaft enden oder dort vorbeiziehen würde. Der Rat gehe davon aus, dass die Kundgebung bewilligt werde.(SDA)
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