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Als Saba Ali den Sicherheitsgurt schliesst, reklamiert sie, er sei ihr zu eng. Ein Mitarbeiter der Bahn passt die Länge an. Darum ist er später auch sicher, dass der Gurt korrekt geschlossen worden ist.
Sie wurde aus der Bahn geschleudert, sagt die Polizei
Laut dem Polizeibericht öffnet sich der Sicherheitsgurt in der drittletzten Kurve. Sie wird wenig später fünf Meter unterhalb des Geleises gefunden. Ein Rega-Heli bringt die Frau ins Spital, wo sie stirbt.
Warum sich der Gurt geöffnet hat, ist laut den Untersuchungsbehörden noch unklar. Die Polizei ist sich aber sicher, dass Saba Ali von der Rodelbahn flog.
Widersprüchliche Theorien zur Unfallursache
Dieser Theorie widerspricht der Betreiber der Anlage, David Tschanz (72). – und dass dann etwas passiert ist.
Tschanz zeigt BLICK, wo die Schwerverletzte gefunden worden ist. Die Stelle liegt hinter zwei Baumstrünken, die etwa einen Meter hoch sind. Die Distanz bis zur Rodelbahn schätzt der Chef auf etwa 20 Meter. Die ersten Meter sind flach.
«So weit kann sie nicht rollen, und dann so schön drappiert da liegen», sagt Tschanz. Zudem hatte die Frau noch Flip-Flops an den Füssen, als man sie fand. «Das geht nicht», insistiert er. «Und wieso stand der Rucksack nicht bei ihr, sondern neben dem Schlitten?»
Der Betreiber schliesst ein Verbrechen nicht aus
Der Geschäftsführer der Rodelbahn hat eine böse Vermutung: «Wurde die Frau vielleicht ermordet? Ich schliesse ein Verbrechen nicht aus», so Tschanz.
Gestern bleibt die Anlage den ganzen Tag geschlossen. Experten der Interkantonalen Seilbahn Konkordanz (IKSK) testen die Sommer-Rodelbahn auf Herz und Nieren.
«Das verdanke ich dem Regierungsstatthalter», sagt David Tschanz. «Dabei hat der Untersuchungsrichter gleich nach dem Unfall am Montag die Anlage wieder freigegeben.» Er darf seine Schlitten erst wieder fahren lassen, wenn der Bericht der IKSK vorliegt.
Saba Ali wurde gestern in der pakistanischen Millionenstadt Lahore beigesetzt.