Immer mehr wollen schiessen Schützenvereine werben gezielt Teenager an

BERN - In der Schweiz fehlt es nicht an Schützen-Nachwuchs. Das Rühren der Werbetrommel hat sich für die Vereine ausgezahlt: Teilweise haben sich 2016 so viele Jugendliche für Jungschützenkurse gemeldet, dass einige abgewiesen werden mussten.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach dem Sturmtief kommt jetzt der Schnee Egon der Wüterich
2 Der leichtere Weg zum Schweizer Pass Jede vierte Einbürgerung ist...
3 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
12 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden

Die Schweizer Schützenvereine haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Die Zahl der Jugendlichen, die einen Jungschützenkurs absolviert haben, ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Waren es 2015 noch rund 6400 Kurs-Teilnehmer, zählten die Vereine 2016 bereits mehr als 9700 Jungschützen. Das zeigen Zahlen des Schweizer Schiesssportverbands, die der «SonntagsZeitung» vorliegen.

Im Kanton Genf hätten sich sogar so viele angemeldet, dass Jugendliche abgewiesen werden mussten. Vor einem Jahr haben die Vereine Unterstützung vom Bundesrat bekommen – er senkte das Mindestalter für die Schiessausbildung von 17 auf 15 Jahre. Ein Drittel der Neuanmeldungen im Jahr 2016 waren Jugendliche unter 17 Jahren. Sie konnten nur dank der Gesetzesänderung mit dem Schiessen beginnen.

Schützengesellschaften haben in den letzten Jahr gezielt Jugendliche angeworben. In Möhlin AG beispielsweise erhielt jeder 15-Jährige einen Brief des Vereins. Beim Volksschiessen in Wohlen AG erhält jeder Teilnehmer einen Hotdog. Der Kurs ist in den meisten Vereinen gratis – die Kosten werden von der Armee übernommen.

Publiziert am 08.01.2017 | Aktualisiert am 14.01.2017
teilen
teilen
12 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden

15 Kommentare
  • Hans  Stucki aus Valendas
    gestern, 10:24 Uhr
    Zum Glück machen die Verantwortlichen für die Nachwuchssportler in den Schützenvereinen - wie in anderen Sportvereinen auch - eine hervorragende Arbeit und das ohne Entschädigung. Die bestehenden Vorschriften lassen uns da keinen Spielraum. Im Gegensatz zum obigen Schlagzeilenverfasser und dem Chefredaktor, welcher solche Texte absegnet, können wir uns im Schiesssport solche Arbeit nicht leisten. Passiert im Schiesswesen mit einer Waffe das Geringste, kommt der Verantwortliche in Teufelsküche!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    08.01.2017
    Hausherr: genau solche Äusserungen verteufeln den Schiesssport und belächeln Jugendliche (Mädchen und Jungs) die mit der Waffe beaufsichtigt ihren hochkonzentrierten Sport ausüben. Schon mal an einem Schiesstraining dabei gewesen? Da gibt es Theorie und Praxis inkl. schriftliche Tests.
    Aber solange auch die Lehrerschaft den moralischen Finger hebt und "handglismete" Socken tragend ebenfalls völlig einseitig parteiisch den Schiesssport verteufelt, blasen alle ins selbe Horn wie sie. Schade!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    08.01.2017
    Ich war selber Jungschütze, dann JS-Leiter und jahrelang im Vorstand unseres Schiessvereines. Und immer herrschte Disziplin sowohl im Schiesstand und auch danach.
    Konnten wir früher die Waffe samt Verschluss früher nach Hause nehmen (war noch Stwg 57), werden die JS-Waffen im Tresor eingeschlossen, damit kein JS mit der Waffe zuhause hantieren kann. Absolut sicher.
    Ich verstehe negative Äusserungen nicht, die den Schiesssport beleidigen und verteufeln. Konzentration und Sportgeist sind gefragt!
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    08.01.2017
    Sollten anstatt Tee-Nagern lieber Apfelnager anwerben. Dann hat der Willhelm Tell nichts mehr, worauf er zielen kann.
    • Remo  Albrecht aus Höri
      08.01.2017
      Wie darf man ihren Kommentar werten? Als GSOA Mitglied und den Schiessport beleigend oder aber als spottbeissende Ironie, verstehe aber ihre Pointe nicht.
  • Sven  Jeker , via Facebook 08.01.2017
    Schützenvereine sind wie alle anderen Vereine auf Nachwuchs angewiesen. Der Jungschützenkurs ist ein gutes Mittel, neue Vereinsmitglieder zu gewinnen und auszubilden.
    Bei den Musikvereinen "rekrutiert" man die Kinder und Jugendlichen in der Schule. Auch Messdiener werden im Religionsunterricht angeworben. Da ist unserem vorgehen absolut nichts vorzuwerfen. Und die Kosten bewegen sich absolut im Rahmen, für den Bund ein griff in die Kaffeekasse. S.Jeker Jungschützenleiter/Bezirksschützenmeister