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In den Schweizer Haftanstalten hats kaum mehr Platz: 6084 Häftlinge sassen am Stichtag (2. September) im Vollzug oder in U-Haft – 304 Personen mehr als im Vorjahr. Dies ist der zweithöchste Wert seit 1999. Er seit dann werden die Zahlen schweizweit erhoben. Seit 10 Jahren schwankt die Zahl grob zwischen 5000 und 6000. Der Höchststand war 2005 mit 6137 Inhaftierten.
Besonders frappant: Die Anzahl der inhaftierten Frauen nimmt seit 2002 kontinuierlich zu. Waren damals noch 297 «schwere Mädchen» in Haft, sind es sieben Jahre später bereits 374.
Daniel Laubscher vom Bundesamt für Statistik zu Blick.ch: «Fast die Hälfte der Frauen ist wegen Drogendelikten in Haft.» Die meisten anderen sässen wegen Vermögensdelikten ihre Strafe ab. Auch die Männer sitzen vor allem wegen Drogen- oder Vermögensdelikten.
Schweizer Gefängnisse voll
Die Belegungsrate der Haftanstalten betrug 91 Prozent und lag damit 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Besonders hoch war die Rate mit rund 100 Prozent in der lateinischen Schweiz, wo einige Gefängnisse sogar überbelegt waren.
Trotz den vollen Haftanstalten: Eigentlich sind Schweizer im weltweiten Vergleich brave Bürger. Von 100000 Einwohnern sind 80 Personen inhaftiert. In der USA sind es über 700, Russland schafft es auf über 600 Knastis. (num/SDA)