Nur die Spanier gehen noch mehr hin Im Puff sind wir Schweizer spitz(e)

  • Publiziert: 08.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Jessica Francis
play Jeder fünfte Schweizer hat schon für Sex bezahlt. (Sabine Wunderlin)

ZÜRICH - Jeder fünfte Schweizer war schon einmal im Puff. Im Europavergleich bezahlen nur die Spanier öfter für Sex – trotz drohender Staatspleite.

In Spanien boomt nur noch ein Geschäft: Die Prostitution. 39 Prozent der Männer gehen ins Puff. Schätzungsweise eine halbe Million Frauen verkaufen ihren Körper für Geld. Gesetzlich geregelt ist das Geschäft nicht.

Deshalb schaute die spanische Organisation zum Schutz von prostituierten Frauen «Apramp» genau hin und veröffentlicht eine neue Studie: Diese untersucht, wie viele Männer tatsächlich die sexuellen Dienste von Prostituierten beziehen.

Geile Schweizer

An zweiter Stelle im europäischen Vergleich der häufigsten Bordell-Besucher steht die Schweiz. 19 Prozent der Männer in der Schweiz waren schon einmal im Puff.

Während in Spanien offen über bezahlten Sex gesprochen wird, weiss in der Schweiz kaum jemand, wer für Sex bezahlt. Doch die Studie von Apramp zeigt, dass die grösste Kundengruppe Männer ist zwischen 35 und 55 Jahren.

Thailand führt trotz Verbot

Nach der Schweiz folgen in Europa die Österreicher. 15 Prozent der Männer besuchen dort ein Bordell. Dann folgen die Niederlande mit 14 Prozent und Schweden mit 13 Prozent.

Weltweit führend im Puff-Besuch-Ranking sind die Thailänder. Obwohl dort Prostitution offiziell verboten ist, waren 73 Prozent der Männer schon einmal bei einer Prostituierten. Auch in Puerto Rico ist es mehr als jeder zweite Mann, der weiss, wie bezahlter Sex ist.

«Sex ist eine Belohnung»

«Dass so viele Schweizer Männer ins Puff gehen, ist ein Zeichen für die hohe Lebensqualität der Schweiz», sagt Bruno H. (50), Besitzer des Zürcher Clubs Saphir. «Sex ist eine Belohnung für die langen Arbeitszeiten», sagt der Club-Besitzer. «Den Freier» gebe es nicht, Männer aller Schichten und Altersgruppen würden zu Prostituierten gehen. «Aber er bezahlt gerne 200 Franken für guten Sex.» Andere würden ihr Geld ja für teure Kleider, Wein oder Delikatessen ausgeben. Ein Tabu sei ein Puff-Besuch nicht mehr. Aber rumtrompeten würde es doch niemand. (jes)

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