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Am vergangenen Freitag war an der Basler Grenze Schluss: Pierre Vogel (im Kreis). (Simon Ertler / Newspictures)
Der radikale deutsche Islamprediger Pierre Vogel (31) darf ab 2. Januar 2010 wieder in die Schweiz. Seine Einreisesperre gilt nur für den Monat Dezember. Nachher, so glauben die Schweizer Behörden, stellt der Konvertit keine Gefahr mehr für die Sicherheit unseres Landes dar.
Warum eigentlich?
«Es ist nicht geplant, dass eine neue Einreisesperre verfügt wird», sagt Michael Glauser vom Bundesamt für Migration (BfM).
Seine Behörde habe die jetzige Sperre «im Hinblick auf die Veranstaltung am vergangenen Samstag» verfügt, «aufgrund des Artikels 67 des Ausländergesetzes», sagt Glauser. Man befürchtete eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, weil «Weihnachtsverkauf war und am Samstagnachmittag viele Familien mit Kindern unterwegs sind und man Ausschreitungen befürchtete».
Vogel sollte am letzten Samstag an der Islam-Demo in Bern auftreten. Doch die Polizei hielt den Hassprediger an der Basler Grenze auf. Hinderte ihn an der Einreise und schickte ihn nach Deutschland zurück (Blick.ch berichtete).
Aufgrund welcher Hinweise man Vogel für eine Bedrohung hält, wollte Glauser nicht sagen. Bekannt ist, dass der deutsche Verfassungsschutz befürchtet, dass Vogels Reden junge Muslime radikalisieren könnten. Vogel selbst gibt sich in Interviews gern liberal und hält die Vorwürfe der Staatsschützer für «Quatsch».
Islamist Vogel darf also bald wieder in die Schweiz. Und will das auch nutzen. Anfang Dezember trat er schon in Kriens LU und in Biel auf. «Gäbe es am 2. Januar einen Veranstaltung, ich würde dann einreisen», sagt er.
Diesmal mit dem Segen des Staates. Denn Einreisesperren werden meistens wegen strafrechtlichen Delikten verhängt.
Jährlich müssen Tausende Personen an der Schweizer Grenze umkehren. 2007 waren es 7297 und letztes Jahr 6133.
Im Zusammenhang mit radikalem Islam hat das BfM aber erst zwei Personen die Einreise verboten: Dem algerischen Staatsfeind Ahmed Zaoui, der 1998 nach Burkina Faso ausgeschafft wurde – und Pierre Vogel.