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SVP-Übervater Christoph Blocher, Nicolas Hayek und SP-Präsident Christian Levrat (von links) kämpften während der Finanzkrise gemeinsam für den Werkplatz Schweiz. (Karl-Heinz Hug)
Uhrenkönig Nicolas G. Hayek ist tot. Er heute im Alter von 82 Jahren an einem Herzversagen – bei der Arbeit in der Swatch Group in Biel.
Für alt Bundesrat Christoph Blocher ist der Tod von Hayek ein Verlust für das ganze Land: «Die Schweiz verliert eine sehr originelle und sehr tatkräftige Unternehmerpersönlichkeit, die auch in der Öffentlichkeit auch politisch klar Stellung bezogen hat», sagt der SVP-Stratege gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens SF.
Er verliere mit dem Tod des Unternehmers auch einen Kampfgenossen, so Blocher. In einer ungewöhnlichen Allianz haben sich Hayek und Blocher zuletzt während der Finanzkrise gemeinsam für eine Redimensionierung der Schweizer Banken auf eine für die Volkswirtschaft gesunde Grösse eingesetzt.
Grosser Verlust auch für Gewerkschaften
Auch die Gewerkschaften würdigen den Uhrenkönig: Jean-Claude Rennwald, Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) und in der Unia-Direktion verantwortlich für die Uhrenindustrie, bezeichnet den Tod Hayeks als grossen Verlust für die Uhrenwelt.
Hayek habe aber nichts dem Zufall überlassen und sein Unternehmen solide für die Zukunft aufgestellt. Der Gewerkschafter betont, dass Hayek stolz auf den Werkplatz Schweiz gewesen sei und immer an dessen Zukunft geglaubt habe, auch als andere dies nicht mehr machten.
Als Unternehmer sei er mit etwas Paternalismus offen für die Ansprüche der Arbeitnehmenden gewesen. Hayek habe ein gut diversifiziertes Unternehmen geschaffen, das gegenüber Konjunkturschwankungen resistent sei.
Während in der gesamten Uhrenindustrie im vergangenen Jahr rund 4200 Stellen verloren gingen, habe Swatch kaum Arbeitsplätze abgebaut, so Rennwald.
Mit dem Tod Hayeks verschwinde eine aussergewöhnliche Persönlichkeit, sagt der Präsident des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), Daniel Pasche. Der Swatch-Präsident sei auf allen Ebenen ein Visonär gewesen. Sein Tod sei überraschend und ein richtiger Schock, da Hayek in der Uhrenwelt bis zuletzt sehr aktiv gewesen sei.
Der Tod Hayeks hinterlasse eine grosse Lücke in der Schweizer Uhrenindustrie, sagt auch der Chef der Uhrenfirma Hublot, Jean-Claude Biver, gegenüber dem Westschweizer Radio RSR. Die Schweiz verliere einen aussergewöhnlichen und visionären Unternehmer. (noo/SDA)