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Die beiden Oberstufenschüler Dominic B.* (14) und Alban K.* (14) sind am Sonntagabend gegen 17.30 Uhr auf dem Weg von Zug nach Baar. Sie wollen zur Fasnacht, es ist die grösste im Kanton Zug.
«Als wir in Baar aus der S-Bahn stiegen, hatte Dominic die Idee, über die Gleise zu rennen«, erzählt Alban gegenüber BLICK. «Dominic sagte zu mir: Komm schon, sei kein Feigling.»
Daraufhin hätten die Buben bis drei gezählt. Dann seien sie auf die Gleise gesprungen. «Ich bin nur noch gerannt. Und als ich zurückblickte, sah ich von links den Zug kommen. Und rechts sah ich Dominic.» Stockend redet er weiter: «Ich sah meinen Freund sterben.»
Albans Stimme versagt. Zu schrecklich ist die Erinnerung: Dominic wird vom heranbrausenden Pendolino Zürich–Mailand erfasst und getötet.
Im Schock rennt Alban weg vom Unfallort. Er will nur noch nach Hause. «Daheim hab ich mich ins Bett gelegt. Ich konnte aber nicht einschlafen. Ich musste so fest weinen, dass meine Mutter davon wach wurde.»
Alban vertraut sich seiner Mutter an. Gemeinsam gehen sie zur Polizei.
Alban ist tieftraurig. «Dominic war ein richtig guter Freund. Wir hatten immer so viel Spass zusammen.»
Das letzte gemeinsame Foto ist erst drei Tage vor dem tödlichen Unfall entstanden. Die beiden Freunde posieren vor einer Haltestelle, schauen fröhlich in die Kamera.
Dominic B. aus Allenwinden ZG war sehr beliebt. Er hatte viele Kollegen. Und er war ein guter Schütze. 2006 gewann er sogar im Zuger Schützenverein eine Silbermedaille im Luftgewehrschiessen.
Dominic war sportlich aktiv. Beim TC Baar spielte er voller Begeisterung Tennis. Dominics Trainer Anselme R.* ist völlig schockiert: «Der Junge war ein sehr motivierter Tennisspieler. Ein Kämpfer, der die Spiele immer unbedingt gewinnen wollte.» Der Bub sei so voller Energie und Leben gewesen. «Umso tragischer, dass er so jung sterben musste», sagt Trainer Anselme R.
Alban hat Dominics Mutter gestern einen Brief geschrieben. «Weil sie wissen muss, wie sehr mir das alles leid tut.» Das ist dem 14-Jährigen wichtig. Er will die Mutter seines Freundes auch noch persönlich sprechen. «Doch bis jetzt hatte ich nicht den Mut dazu.»
*Namen der Redaktion bekannt.
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Sie waren dicke Freunde: Dominic † und Alban auf ihrem letzten gemeinsamen Foto. (ZVG)