Schenkkreis-Killer Patric Suter «Ich muss mir für die nächsten Jahre keine Sorgen machen»

  • Publiziert: 26.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Karin Baltisberger

Patric Suter schreibt in seinem Brief aus dem Knast, wie stolz er ist auf den Dreifach-Mord.

Ein weisses, kariertes A4-Blatt. Ein Brief, geschrieben mit blauem Kugelschreiber in krakeliger Schrift. Ein Brief von einem Mann, der kaltblütig gemordet hat.

Der Hammerwerfer Patric Suter (32) meldet sich aus dem Knast. Er gesteht zum ersten Mal gegenüber Freunden, dass er drei Leute auf dem Gewissen hat. «Das hättest du wohl nicht von mir gedacht. Ich auch nicht», schreibt der Schenkkreis-Killer in den ersten Zeilen. «Ich habe wieder mal den Bock abgeschossen. Aber voll ...»

Der Ex-Spitzensportler und Olympia-Teilnehmer Suter gilt als Haupttäter im Grenchner Dreifachmord. Zusammen mit Güggeli-Griller Guido S.* (24) hat er kaltblütig die Familie Dubey getötet: Pierre-André (†60), und Margrit (†55) und deren geistig behinderte Tochter Dania (†35). Seit vier Monaten sitzt er deswegen in Untersuchungshaft. Zwei weitere Personen werden verdächtigt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.

Patric Suters Brief aus dem Knast schockiert. Denn die Tatsache, dass er nun hinter Gittern sitzt und wohl auch so schnell nicht wieder freikommt, lässt ihn kalt. «Ich muss mir jetzt für die nächsten Jahre keine Sorgen machen, habe jetzt viel Zeit.»

Und diese Zeit will Suter auch nutzen: «Ich werde ein Buch über mein Leben schreiben.» Den Titel dafür hat er sich auch schon überlegt: «Zwischen Wahrheit und Wahnsinn».

In seiner Solothurner Gefängniszelle gefällt es dem Hammerwerfer ganz gut. Er schreibt: «Habe alles, was ich brauche, das Essen ist gut, das Personal sehr freundlich.»

Von Reue keine Spur. Im Gegenteil: Suter ist stolz auf das, was er getan hat. Er freut sich darüber, berüchtigt zu sein und schreibt: «Auf jeden Fall haben wir Schweizer Geschichte geschrieben.»

Suter, dessen sportliche Karriere wegen eines Dopingverdachts vorzeitig endete und dessen Security-Firma nie richtig zum Laufen kam – am Ende des Briefes wird er dann doch noch kurz nachdenklich. «Oh Mann, ich habe es ja voll übertrieben.»

*Name der Redaktion bekannt

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