Bischofsvikar Casetti: «Ich hätte Pater Gregor nicht eingestellt»

  • Publiziert: 18.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Karin Baltisberger

CHUR – Christoph Casetti ist Bischofsvikar des Bistums Chur. Zu diesem Bistum gehört auch Schübelbach, wo der pädophile Pater Gregor tätig war.

Blick.ch: Herr Casetti, Opfer behaupten, sich schon früher beim Bistum in Chur gemeldet zu haben.
Christoph Casetti: Das stimmt nicht. Wir haben am Montag zum ersten Mal davon erfahren.

Hat das Zisterzienserkloster Mehrerau Sie über die Vergangenheit von Pater Gregor informiert?
Nein. Wir haben nichts davon gewusst.

Sind Sie enttäuscht über das Verhalten des Klosters?
Natürlich wäre es richtiger gewesen, man hätte uns darüber informiert.

Wäre Pater Gregor eingestellt worden, wenn das Bistum über die Missbräuche im Bild gewesen wäre?
Ich hätte ihn nicht eingestellt, wenn ich das gewusst hätte.

Kehrt Pater Gregor zurück nach Schübelbach?
Ich denke nicht, dass er zurückkommt.

Das Bistum Chur hat einen weiteren Priester angezeigt. Warum?
Es hat sich ein Opfer bei uns gemeldet. Zusammen mit ihm haben wir vor drei Wochen Anzeige erstattet. Die Ermittlungen sind in diesem Fall am Laufen.

play Bischofsvikar Christoph Casetti ist erschüttert über die Taten von Pater Gregor. (zvg)

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