Ehefrau einer Libyen-Geisel «Ich habe nichts mehr zu verlieren»

  • Publiziert: 21.10.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

NYON – Die Ehefrau einer der in Libyen festgehaltenen Geiseln bricht erstmals ihr Schweigen. Sie ist sehr besorgt um ihren Mann – und hat seit September nichts von ihm gehört.

Seit vier Wochen habe sie nichts mehr von ihrem Mann, dem 69-jährigen Rachid Hamdani gehört, sagt die Ehefrau gegenüber dem Westschweizer Fernsehen TSR. Sie habe die vertragliche Frist bis am 20. Oktober abwarten wollen, um die diplomatischen Beziehungen nicht zu gefährden.

Da diese Frist aber abgelaufen sei, habe sie nichts mehr zu verlieren. Darum gehe sie jetzt an die Öffentlichkeit, sagt die im Kanton Waadt wohnhafte Tessinerin.

Sie sei sehr besorgt um ihren Mann. «Ich habe Angst vor seinem psychischen und physischen Zustand.». Und sie wisse nicht, ob ihr Ehemann gar gefoltert werde. Jetzt sei der Zeitpunkt da, um die öffentliche Meinung zu mobilisieren.

Die Frau spricht von einer eklatanten Verletzung der Menschenrechte. Sie vertraue aber dem Bundesrat völlig und er habe das Beste getan, um die Krise mit Libyen zu bewältigen. Sie erzählt dem Sender auch, dass sie jede Woche in Kontakt mit dem EDA gestanden habe. (num)

play Die Ehefrau bricht ihr Schweigen. (Screenshot TSR)

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