LUZERN - SP-Politikerin Valentina Smajli (29) wurde aus der Einbürgerungskommission gemobbt, weil sie zu streng war. Die Blick.ch-Leser verstehen die Welt nicht mehr.
Valentina Smajli stammt ursprünglich aus dem Kosovo und politisiert jetzt für die Luzerner SP. Doch offenbar ist sie mit ihrer Haltung in Sachen Einbürgerung der Partei zu streng. Die SP hat Smajli nicht für eine weitere Amtszeit in der Einbürgerungskommission nominiert. Weggemobbt.
Der Grund: Smajli verlangte von den enbürgerungswilligen Ausländern Grundkenntnisse der Landessprache. Und fragte genauer nach, wenn jemand ein Vorstrafenregister hatte (Blick.ch berichtete).
Der Vorfall wühlt die Schweiz auf. Hunderte von Lesern unterstützen Smajli mit Zuschriften auf Blick.ch. Gewisse Kommentare bekamen über 1500 Mal ein «Daumen hoch».
Zum Beispiel Herbert Widmer aus Sagogn GR, der schreibt: «Kaum zu glauben. Da macht doch jemand endlich seinen Job richtig und dann solches. Beschämend!» Diese Meinung haben über 1800 andere Leser gelobt.
Auch in der SP selber bekommt die strenge Schweizermacherin Smajili Unterstützung. Severin Müller, SP-Vizepräsident der Stadt Schaffhausen, schreibt Blick.ch: «Sollte es sich wirklich so zugetragen haben, dann stimmt was nicht. Das kanns wirklich nicht sein, denn im Inhalt hat die Dame absolut Recht! Bei fehlenden Sprachkentnnissen und Vorstrafen muss man hellhörig werden», schreibt er.
Auch Alexander Behr aus Lüsslingen macht sich für Smajli stark: «Unglaublich diese Partei! Hut ab für diese aufrichtige mutige Frau, die ihre Handlungen minutiös hinterfragt hat. Bravo! Solche Leute wurden zu Recht eingebürgert.»
Josh Friedli applaudiert Smajli: «Ich hatte schon gehört, dass Eingebürgerte strenger bei der Auswahl sind, wer eingebürgert werden darf. Die Eingebürgerten sind noch stolz darauf, Schweizer zu sein. Bravo!» (dra)
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