Hooligans: Maurer verzichtet auf Internet-Pranger

  • Aktualisiert am 03.01.2012
Auf in den Kampf gegen Sport-Chaoten: Der eckige «Runde Tisch» will Massnahmen verschärfen.- Reuters

BERN – Am Runden Tisch sollen die Hooligans eine Schlappe erleiden: Bundesrat Ueli Maurer hat alle Kämpfer gegen Gewalt im Sport versammelt und den Tarif durchgegeben.

Der sechste Runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt in und um Fussball- und Eishockeystadien will Übeltäter besser identifizieren, das Verbot von Raketen durchsetzen, die Fanarbeit verbessern und die Einführung einer Fancard evaluieren.

Wie Bundesrat Ueli Maurer am Dienstag den Medien darlegte, ist Gewalt in den Stadien nicht nur eine Angelegenheit des Sportes. Im Sport bildeten sich gesellschaftliche Probleme ab. Sie zu bekämpfen, sei eine «Daueraufgabe». Der Runde Tisch mit den Sportverbänden, Bund und Kantonen werde deshalb weitergeführt.

«Wir ringen um Lösungen», sagte Maurer. Als Sofortmassnahmen sei abgemacht, die Zusammenarbeit aller Akteure (Clubs, Stadien, Polizei, öffentlicher Verkehr und Fanclubs) zu optimieren und die Aus- und Weiterbildung zu professionalisieren. Die Fanarbeit müsse gestützt werden.

Identifizierung verbessern

Vor allem die Identifizierung von Krawallmachern sei zu verbessern, sagte Maurer. Es dürfe nicht sein, dass 50 Leute eine Veranstaltung von 20000 Matchbesuchern störten. Die Fahndung im Internet solle ausgebaut werden. An einen Pranger, an dem Randalierer blossgestellt würden, werde aber nicht gedacht.

Doch müssten die Krawallmacher damit rechnen, dass sie mit mehr Gegenwehr zu rechnen hätten, sagte Maurer. Geprüft werde jetzt die Möglichkeit einer Stadionszutrittkarte, die dem Publikum schnellen und einfachen Zugang ins Stadion ermögliche. Das Projekt mit biometrischen Zugangskontrollen sei vorerst sistiert. (SDA)

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