Hooligan-Experte: Stadion-Verbot für Gäste-Fans!

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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ZÜRICH – Die Knaller-Partie FCZ gegen den FCB sorgte auch gestern wieder für Unmut. Schuld daran: Prügelnde Hooligans, fliegende Raketen, Randale. Ein Experte fordert nun eine Radikal-Lösung.

Das Spitzenspiel in der Super League wurde von einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften begleitet. Doch nach Spielschluss können auch sie nicht ganz vermeiden, dass gewaltbereite FCZ- und FCB-Anhänger aufeinander losgehen.

Raketen fliegen vom FCB-Sektor in den benachbarten Bereich, die Stimmung ist aufgeheizt. Draussen fliegen Fäuste und Steine. Die Polizei greift mit Tränengas und Wasserwerfern ein. Jetzt sagt ein Hooligan-Experte, wie das Problem zu lösen sei. Dölf Brack, Sicherheitschef des Zürcher Hallenstadions, sagt gegenüber «Radio 1»: «Das beste wäre, wenn man bei Risiko-Spielen gar keine Gast-Fans mehr ins Stadion lassen würde!»

Dölf Brack führt auch finanzielle Gründe vor: Beim letzten Spiel FCB – FCZ habe der FC Basel fast 300000 Franken für Polizeieinsätze berappen müssen. Gekommen seien etwa 1400 Zürcher Fans. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen hätten sich damit etwa auf 40000 Franken belaufen. «Damit entstand dem FC Basel ein Minus von 250000 Franken!»

Der ehemalige Zürcher Stadtpolizist, Dölf Brack, fordert aber nicht nur ein Verbot von Gast-Fans, sondern auch eine Ticketpreis-Erhöhung bei Risikospielen für die Südkurve. 150 Franken sollten die Fans dort bezahlen. Insgesamt seien nämlich mindestens 1000 gewaltbereite FCZ-Anhänger vor Ort gewesen. (num)

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