Hoffnung für die Patrouille Suisse: Der Tiger soll weiterfliegen

Die bald 40-jährigen Tiger-Jets taugen nicht mehr als Luftraumverteidiger und könnten 2018 ausgemustert werden.

Top 3

1 Lieb und teuer Wie viel kostet ein Kind?
2 Handschlag-Affäre von Therwil BL Schüler verweigern den Händedruck...
3 Nach den heissen Temperaturen Gewitterfront wütet übers Mittelland

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
15 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

Die Vorzeige-Truppe der Schweizer Luftwaffe ist akut bedroht: Das Parlament könnte ihre in den Landesfarben bemalten Jets vom Typ F-5 Tiger auf 2018 ausmustern.

Es wäre – nach 54 Jahren – das Grounding der Patrouille Suisse. Dass die werbewirksamen Showflieger auf den F/A-18 umsteigen, halten Fachleute für unwahrscheinlich. Der Jet hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht und muss unter hohen Kosten für eine verlängerte Betriebsdauer hergerichtet werden – bei entsprechend teuren Flugstunden: Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg (57) wird sie kaum für die Kunstflieger hergeben.

Aviatik-Experten lancieren nun eine neue Idee, die sie bei der Luftwaffe, der Armeeführung und dem neuen VBS-Chef Guy Parmelin (56) platzieren wollen: Die bald 40-jährigen Tiger-Jets könnten entwaffnet und so als Kampfjets faktisch ausser Dienst gestellt werden.

play
Gestern vor der Lauberhornabfahrt: Die rot-weissen Tiger der Patrouille Suisse mit dem Swiss-Airbus 321 «Wengen». Keystone

Für seine Funktion als Luftraumverteidiger – da sind sich alle einig – ist der Tiger technisch überholt. Die Hälfte der Flotte aber, die 26 heute effektiv flugtauglichen Maschinen, soll als Service-Staffel weiterfliegen, und zwar alle Einsätze, für die es nicht unbedingt einen der 31 kostspieligen F/A-18 braucht.

Das würde nicht nur Geld für teure F/A-18-Flugstunden sparen. Als Sparringspartner und Zieldarsteller, so die Überlegung, würden die Tiger dazu beitragen, dass die F/A-18 weniger fliegen müssen. Die teuer aufgerüsteten Jets erreichten damit weniger schnell ihr technisches Lebensende. Fachleute rechnen mit einer möglichen Verlängerung der F/A-18-Betriebsdauer um rund zehn Jahre bis 2035.

Bei der Luftwaffe wollte niemand den Vorstoss im Detail kommentieren.

Die Ausserdienststellung des Tigers hängt seit dem Nein zum neuen Kampfflugzeug im Mai 2014 wie ein Damoklesschwert über der Patrouille Suisse. Bundesrat und Armee hatten für den Gripen geworben, indem sie den Tiger für «untauglich» erklärten. Im Parlament wurden da-raufhin Stimmen laut, den Tiger aus dem Verkehr zu ziehen.  

Publiziert am 17.01.2016 | Aktualisiert am 17.01.2016
teilen
teilen
15 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

8 Kommentare
  • christoph  eschbach aus pratteln
    18.01.2016
    Hmm komisch sonst Sind allé Linken gegen das Militaer aber die Patrouille Suisse wollen sie behalten Weil es eben Weltweit ein Aushaenge Schild une wenn inséré Linken politiker mit Auslaendischen Gaesten an einer Vorfuehrung sind .Heisst es JaJa unsere Patrouille Swiss ist Grossartig Zb Herr Berset.Er fliegt ja mit dem Superpuma zu seinen Meetings .Aber sonst immer gegen das Militaer.Ich hoffe der neue Bundesrat der das Militaer uebernimmt verbietet Berset das.
  • max  gerster 17.01.2016
    Danke, wirklich eine Hammer Vorstellung. Ich möchte aber beifügen, dass entgegen der Aussagen des Bundes die Tiger in einem guten bis sehr guten Zustand sind. Warum wohl kauft die USA Tiger von der Swiss Armee zurück? Die fliegen nun über Florida und die USA lacht sich ins Fäustchen, Schnäppchen. Wissen halt nicht Alle.
  • Mark  Blicker aus Basel
    17.01.2016
    Danke Patrouille Suisse, danke Swiss International Air Lines! Das war eine super Show und ein sehr gelungenes Video. Ich hoffe euch beide noch lange in dieser Form am Himmel bewundern zu können.
  • Sven  Jeker , via Facebook 17.01.2016
    Ich find die geil! Geiles Video, geile Show, geile Flugzeuge!

    Das man den Fans der PS und der Aviatik immer alles madig macht, sowie das Militär und die Fliegerstaffel alls Unfähig einstuft finde ich allerdings unrecht.
    Schlussendlich wollte das Stimmvolk keine neuen Flugzeuge, das ist nun das Resultat einer Fehlentscheidung. Da kann die Armee und die Luftwaffe nichts dafür.
    Wiso wir allerdings so teure Duros brauchen ist mir auch ein Rätsel...
  • michael  waldvogel 17.01.2016
    Trotz Versprechen durch BR Ueli Maurer im Sept 2014 im Ständerat, weiter 54 Tiger zu betreiben und ordentlich zu unterhalten, wurden wieder 28 Tiger mit nur ca 1/3 der möglichen Flugstunden für Verkäufe zum Schleuderpreis stillgelegt. Auch die im Jan 2015 wegen Rissen gegroundeten 16 Tiger, werden vom VBS wieder dazu genutzt, Es werden nur 6 Tiger repariert, trotz genug vorhandenen Reparatursets! Lieber pimpt man 5 Duros 250kFr/Fahrzeug, als dass man 10 Tiger 125kFr/Flugzeug repariert!