
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Mord von Zürich-Höngg wird zum Thema in Bern. Wenn morgen Montag die Wintersession der eidgenössischen Räte beginnt, will die Berner SP-Nationalrätin Evi Allemann (29) einen Vorstoss einreichen: «Ich möchte, dass Soldaten nicht mehr bewaffnet zum Obligatorischen gehen müssen.»
Die jährliche Schiesspflicht – so ihr Plan – soll künftig mit Leihwaffen durchgeführt werden. Die Schiessvereine hätten die Gewehre an Ort und Stelle auszugeben und auch wieder einzusammeln. Eigentlich kein Problem: In der Armee gibt es heute rund 17000 Leihwaffen. «Die Offiziere können ihre Pistole schon heute auf dem Schiessstand ausleihen. Warum sollen die Soldaten nicht vom gleichen Privileg profitieren?», fragt Allemann.
Neben solchen organisatorischen gibt es aber auch technische Lösungen, die für mehr Sicherheit im Umgang mit Waffen sorgen. Die deutsche Firma Armatix bietet eine Hightech-Sicherung für Waffen an. Damit kann durch ein Sperrelement das Sturmgewehr gesichert werden. Funktionsfähig wird die Waffe erst mit dem richtigen PIN-Code. Für das Obligatorische oder im Ernstfall kann das Militär den Wehrmännern ihren persönlichen Entschlüsselungscode bekanntgeben, zum Beispiel via SMS. Die Firma Armatix hat ihr System bei Verteidigungsminister Samuel Schmid gemeldet und zur Prüfung angeboten.
play
Bei Sturmgewehr wird der Sicherheitsbolzen ins Patronenlager eingeschoben. (RDB)