Die Ukrainerinnen von «Femen» auf Schweiz-Tournee Heute gabs in Zürich Nackt-Krawall

ZÜRICH - Die ukrainischen Feministinnen der Organisation «Femen» sorgten mit ihrem Nackt-Protest am WEF in Davos für weltweites Aufsehen. Und sie haben noch lange nicht genug. Heute kamen sie wieder nach Zürich.

  • Publiziert: 01.02.2012

Mit nacktem Protest sorgte «Femen» bereits beim WEF für internationale Schlagzeilen. Heute nahmen die jungen Frauen aus der Ukraine Zürich ins Visier. Dort befindet sich der Hauptsitz des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF). Ab 12 Uhr machten sie hier während einer halben Stunde nackten Radau – trotz Minustemperaturen.

Auf dem Vorplatz des IIHF-Gebäudes skandierten sie lauthals: «Slaves can not play Hockey» oder «Don't support the dictatorship» («Sklaven können kein Hockey spielen», «Keine Unterstützung für die Diktatur»).

«Wer protestiert, spürt keine Kälte»

Aktivistin Inna Shevchenko erklärte gegenüber Blick.ch: «Wir protestieren gegen die Durchführung der Eishockeyweltmeisterschaft 2014 in Minsk.» In Weissrussland herrsche ein Diktator und wenn ihn die Weltgemeinschaft mit einem Anlass in der Grösse unterstütze, sei dies das falsche Signal. «Dieser Mann verletzt Menschenrechte», so die barbusige Demonstrantin.

Die eisigen Temperaturen schien den vier jungen Frauen dabei nichts anzuhaben. «Wenn man protestiert, spürt man keine Kälte», sagte Shevchenko, «probierts doch mal aus!».

Als sie am WEF mit zwei Kolleginnen auf Zäune kletterte und gegen die «Gangster-Party in Davos» protestierten, griff die die Graubündner Kantonspolizei ein. Shevchenko: «Ach, wir waren nur etwa eine Stunde lang auf dem Polizeiposten.» Sie hätten ihre Personalien angeben müssen und seien dann wieder laufengelassen worden.

Heute ging es in Zürich ruhiger zu und her. Ausser der Presse schien sich niemand für den heissen Protest zu interessieren. Die Polizei schaute kurz vorbei – und fuhr dann weiter.

«Es wäre schön, wenn uns eine Schweizerin begleiten würde.»

Mittlerweile ist «Femen» fast jede Woche in den Schlagzeilen. Die Gruppe scheint mit ihrem Ziel, Aufmerksamkeit für ihre Anliegen, trotz dem mittlerweile abgenutzten Mittel der Entblössung langsam näher zu kommen. Im Interview vom vergangenen Herbst erklärte die Aktivistin ihre Strategie: «Als wir Frauen begannen, uns auszuziehen, redeten alle nur über unsere Brüste. Wenn uns die Leute heute sehen, reden sie darüber, gegen was wir protestieren.» (num/kgq/rrt)

Kommentare (8)

  • Daniel  Muenger , Zürich
    - Temperatur, - Gehirn! Frauen die sich in aller Öffentlichkeit selbst auf ihre Brüste reduzieren, lösen bei mir vorderhand bestenfalls ein mitleidiges Lächeln aus. Es sei denn, unsere linke Lesbenvertretung in der Stadtzürcher Regierung, Mauch und Genner, würden dem Beispiel folgen. Nicht das man das sehen möchte. Afber um ernstgenommen zu werden, sollten diese Tussis Prominente MitstreiterInnen haben, und nicht nur ein paar Journalisten als Zuschauer begeistern.
    • 01.02.2012
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  • Thaddeus  Appenzeller
    Also ich find das gut. Lieber schöne Frauen, die ihre Höger zeigen als Chaoten, welche Steine werfen.
    • 01.02.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Miguel  Meier
    Kann mich nur anschliessen. Langsam wirds lächerlich was die Damen bieten!
    • 01.02.2012
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  • Anna  Bruderer , B�
    Ich finde das toll!
    Machen Sie das erst einmal bei solchen Temperaturen!
    • 01.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Peter  Mathys , San Jose
    wünsche niemandem etwas sclechtes, aber diese Nacktweiber sollten eine Grippe bekommen und für eine zeit lang im Bett liegen müssen dann würden sie bei der kälte sicher nicht mehr so protestieren;
    • 01.02.2012
    • 1 Gefällt mir
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