
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Wüsten-Diktator Muammar al-Gaddafi spielt Katz und Maus mit der Schweiz.- Keystone
In der Schweiz leben rund 850 Libyer. 465 von ihnen beziehen Sozialhilfe. Das geht aus der Sozialhilfestatistik des Bundes hervor.
Der Anteil Sozialhilfeempfänger ist bei den in der Schweiz lebenden Libyern also aussergewöhnlich hoch: 2007 waren es fast 55 Prozent!
«Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich bei den meisten von ihnen um Flüchtlinge handeln dürfte», sagt Elisabeth Hostettler, Sprecherin des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Flüchtlinge sind auf Sozialhilfe angewiesen, weil sie in der Schweiz nicht arbeiten dürfen.
Während die Schweiz den Landsleuten des Wüsten-Diktators Muammar al-Gaddafi einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht, hält dieser zwei Schweizer Geschäftsleute aus purer Rachsucht in Libyen gefangen. Grund: Im Juli vergangenen Jahres wurde Sohnemann Hannibal in Genf festgenommen. Er und seine Frau sollen eine Haushälterin misshandelt haben.
Die Angelegenheit entwickelte sich zu einer diplomatischen Krise. Gaddafi verlangte Entschuldigung um Entschuldigung. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz reiste sogar persönlich nach Libyen, um den Wüsten-Diktator zu beschwichtigen.
Dabei sollten die Millionen an Sozialhilfegeldern, welche die in der Schweiz wohnenden Libyer jährlich kassieren, eigentlich reichen. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Doch das Ausmass lässt sich abschätzen, wenn man bedenkt, dass sechs grosse Schweizer Städte einem Sozialhilfebezüger 2007 im Schnitt 15900 Franken auszahlten.
Dieser Mittelwert geht aus einer Vergleichs-Statistik verschiedener Städte hervor (Städteinitiative). Geht man davon aus, dass auch die libyschen Sozialhilfebezüger jährlich 15900 Franken kassieren, könnte Bundesrat Merz Gaddafi für jedes Jahr getrost eine Rechnung von über 13,5 Millionen präsentieren.
Wer sitzt am längeren Hebel? Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Diktator Muammar al-Gaddafi.- Keystone/«10vor10»