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ZÜRICH – Die private Entwicklungshilfeorganisation Helvetas hat in den vergangenen 50 Jahren fast eine Milliarde Franken für Entwicklungsprojekte aufgewendet, betonte der scheidende Geschäftsführer Werner Külling. Nach 50 Jahren Entwicklungszusammenarbeit sei eigentlich eine ernüchternde Bilanz zu ziehen, sagte er: In weiten Teilen der Welt herrsche weiterhin Elend, 800 Millionen Menschen seien unterernährt, mehr als 150 Millionen Kleinkinder untergewichtig. Mehr als eine Milliarde Menschen hätten kein sauberes Trinkwasser, mehr als zwei Milliarden keine angemessenen sanitären Einrichtungen.
Küllings Nachfolger Melchior Lengsfeld kritisierte die Kürzung der Hilfe des Bundes an die ärmsten Länder um 300 Millionen Franken und die Forderung, den Schweizer Kohäsionsbeitrag an die EU-Osterweiterung mit Entwicklungshilfegeld zu finanzieren. Dies stehe im Widerspruch zum Versprechen der Schweiz, genügend zum Erreichen der Millenniumsziele der UN zu leisten, mit denen die Armut in der Dritten Welt bekämpft werden soll. Die Schweiz sei noch weit von den Zielvorgaben der UN entfernt.