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Oberhalb von Les Diablerets ist heute auf Walliser Boden um 12.20 Uhr ein Helikopter verunfallt. Das Unglück geschah in der Nähe des Felszackens «Quille du Diable».
Sechs Personen wurden verletzt. Im Helikopter sassen der Pilot (44) und ein Bergführer aus dem Kanton Bern, sowie einem Skillehrer und drei Heliskiing-Kunden. Sie wollten sich auf einem Helikopter-Landeplatz absetzen lassen. Die Absturzstelle befindet sich zwischen zwei Schleppliften.
Der Helikopter wurde von der Heliswiss Schweiz betrieben, wie das Unternehmen bestätigte. Demnach handelte es sich um einen Helikopter des Typs B2 Ecureuil.
Die Passagiere hatten Glück im Unglück: Vier Personen zogen sich beim Unfall mittelschwere Verletzungen zu, die andern zwei wurden leicht verletzt. Laut Augenzeugenberichten von Skifahrern waren die Verletzten bei Bewusstsein. Sie wurden in die umliegenden Spitäler gebracht.
Ein Augenzeuge berichtet
Offenbar versuchte sich der Helikopter dem Landeplatz zu nähern, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Abgestürzt sei er beim Felszacken «Quille du diable» im Gebiet des Tour St-Martin – etwa 50 Meter unterhalb des Landeplatzes. Das Gebiet liegt in 2900 Metern Höhe nahe der Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Waadt.
Die Absturzursache ist noch nicht bekannt. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) des Bundes wird den Unfall untersuchen.
Die Rega wurde um 12.30 Uhr wegen des Unfalls alarmiert, die Kantonspolizei um 12.50 Uhr. Für die Rettungsaktion waren unter anderem fünf Helikopter der Air Glaciers und der Rettungsflugwacht im Einsatz. Der Helikopter war von Gstaad aus gestartet.
Auf Sichtflug unterwegs
«Der Helikopter flog nicht im kontrollierten Luftraum», sagt der Sprecher der Luftraumüberwachung Skyguide, Raimund Fridrich, gegenüber Blick.ch. «Es bestand kein Kontakt zur Flugsicherung». Der Pilot sei auf Sichtflug unterwegs gewesen. Beim Absturz sei automatisch Alarm ausgelöst worden. (chu/sik/gtq/noo/SDA)