Heli rettet sie aus dem Schnee Walliser liess Schafe auf der Alp

Mehrere Schafe mussten am Mittwoch mit einem Helikopter von einer Alp im Lötschental evakuiert werden. Der Besitzer hatte sie dort ihrem Schicksal überlassen.

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Mehrere Schafe wurden auf einer Alp im Lötschental ihrem Schicksal überlassen (Symbolbild). EPA

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Die Schafe waren dem Tode geweiht. Der Besitzer hatte sie bei Wind und Wetter ohne Nahrung auf einer Alp im Lötschental zurückgelassen. Doch jemand entdeckte die Schafe und informierte am Sonntag den Tierschutz Oberwallis.

«Für uns handelte es sich klar um einen Notfall, da die relativ hoch gelegene Alp bereits total eingeschneit ist», sagt Daniel Pfaffen vom Tierschutz Oberwallis zu «1815.ch». «Die Tiere hatten keine Möglichkeit mehr, etwas Essbares zu finden.»

Doch der Ort war wegen der Wetterverhältnisse per Fuss oder Auto nicht mehr zugänglich, eine Überprüfung war so unmöglich. Mit grossem Aufwand fand Pfaffen den Schafbesitzer: «Die Person war allerdings überhaupt nicht kooperativ.» Sie habe kein Interesse am traurigen Schicksal der Schafe gezeigt. So wandte sich Pfaffen ans Veterinäramt.

Dann die Rettung: Am Mittwoch konnten fünf bis sieben Tiere per Helikopter der Air Zermatt aus ihrer misslichen Lage befreit werden. «Wir konnten nicht direkt bei den Schafen landen – es hatte rund einen Meter Neuschnee», erklärt Einsatzleiter Dominic Andres dem BLICK. In einem Netz wurden die Tiere ins Tal geflogen. «Das war der Situation entsprechend die beste Lösung.»

Nicht alle Tiere haben die Strapazen am Berg überlebt. «Ein Schaf war bereits verendet», sagt Daniel Pfaffen. «Es ist zudem davon auszugehen, dass bei der Aktion nicht alle Tiere im Gebiet geortet und evakuiert werden konnten.»

Ob der Schafbesitzer bestraft wird, ist noch unklar – die Hintergründe müssten noch überprüft werden, sagt der Kantonstierarzt Jérôme Barras. (kra)

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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31 Kommentare
  • Ernst  Uebersax 19.11.2016
    Es verenden jedes Jahr eine Vielzahl Schafe weil sie in den Bergen "vergessen" wurden. Aber wenn der Wolf ein paar einzelne Tiere tötet, greift man sofort zur Flinte um ihn zu töten. Die Walliser sind da immer besonders schnell um eine Abschussbewilligung zu erhalten. Wenn Bern nicht in die Knie geht und sie verweigert, schiesst man auch ohne Bewilligung. Das Wallis ins Herz gemeisselt denkste....
  • Daniel  Grünenfelder 19.11.2016
    Ob der Schafbesitzer bestraft wird, ist noch unklar – die Hintergründe müssten noch überprüft werden... ist schon 1. April und dies ein obermiserabler Witz aus der untersten Schublade? Wann endlich werden solche Tierquälereien mit Gefängnis unbedingt bestraft?
  • Peter  Li , via Facebook 18.11.2016
    Schäfer im Nebenerwerb, die Schafe sich selbst überlassen und sitzt schön daheim in der warmen Stube und freut sich über die fetten Subventionen. Schuld daran ist das System, welches solche Sachen erst erlaubt und lukrativ macht. Schafe im Nebenerwerb, ok, auf der Wiese rund ums Haus, aber auf der Alp ganz sicher nicht. Bin auch für Subventionierung, aber da sollten einige Auflagen her wie Herdenschutz, Fürsorge und eine gewisse Professionalität, statt mit der Gieskanne Subventionen verteilen.
  • Arnold  Sommerhalder aus Walterswil
    18.11.2016
    "Der Besitzer hatte sie bei Wind und Wetter ohne Nahrung auf einer Alp im Lötschental zurückgelassen."
    Um dann im Frühjahr dem Wolf die Schuld zu geben, logo.
  • Fritz  Frigorr 18.11.2016
    Das war doch sicher der böse Wolf, der die Schafe in den Schnee getrieben hat. Oder hat dieser den Hobby-Schäfer vertrieben ? Jedenfalls sollte dieser "Tierfreund" bis Ende März dort auf der Alp wohnen dürfen.