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«Die Patienten im BuLa sind jünger als im Spital, man kann auch mal zusammen witzeln», sagt Martin Schmidtpeter, zurzeit Arzt im Unterlager «360°». «Ausserdem bin ich hier entspannter, weil vieles Bagatell-Fälle sind... Es ist schön, wenn ein Kind weinend zu uns kommt und man dann sieht, dass es nicht so schlimm ist und ein Verband oder Pflaster reicht.»
Viele Pflästerli-Fälle...
Manchmal wäre es dem Sanitätsteam im «360°» aber lieber, die Leiter würden sich selbst um die einfachen Pflästerli-Fälle kümmern. Denn ins Sanitätszelt kommen pro Tag durchschnittlich 60-70 Patienten und besonders während den offiziellen Sprechstunden stauen sich die Pfadis im Wartezimmer. Viele haben zuwenig getrunken und zuviel Sonne abgekriegt. Kleinere kommen manchmal auch mit «Heim-Bauchweh».
Ernstere Fälle wie Kinder mit Hirnerschütterungen werden zur Überwachung ins Unterlager Ombelico transportiert, wo ein halbes Spital aufgestellt wurde und sogar ein Not-Operationssaal besteht.
...und ein Notfall
Manche Verletzte oder Kranke müssen in die nahen Spitäler, beispielsweise zum Röntgen. Das Spital Linth habe wegen den Pfadis mehr Patienten, sagt Silvia Steiner, stellvertretende Leiterin der Notfallstation. Die Zusammenarbeit mit den Pfadi-Ärtzen laufe aber super.
Dringende Fälle sind zwar die Ausnahme – während dem Besuch der Lagerzeitungsreporter kommt im «360°» aber prompt ein Notruf: Das Sanitätsteam schnappt sich Notfallrucksack und Bahre und rennt los. Die lockere Stimmung ist wie weggeblasen – wenns mehr als ein Pflästerchen zu verteilen gibt, sind auch die Profis wieder angespannt.
Audio: Hören Sie hier einen Beitrag des Lagerradios «contura.fm» zum Thema Sanität im BuLa