Heineken schäumt wegen «Keineken»

  • Publiziert: 30.08.2009, Aktualisiert: 16.01.2012
  • Von Silvana Guanziroli

Ein kleiner Obwaldner Verein bringt den Bierriesen Heineken ins Schwitzen. Die Holländer ziehen vor Gericht.

Seit Freitag gibt es in der Schweiz eine neue Biermarke. Keineken heisst der Gerstensaft aus der Innerschweiz. Doch kaum auf dem Markt, sind sämtliche Flaschen schon beschlagnahmt – von der Polizei, mit richterlichem Beschluss.

Auslöser der Aktion ist der holländische Bierriese Heineken. Der Grosskonzern schäumt ob des kleinen Vereins aus Engelberg OW. Und hat eine superprovisorische Verfügung bewirkt. «Heineken wirft uns vor, dass unsere Marke verwechselbare Ähnlichkeit mit ihrer habe», sagt Conrad Engler (54), Präsident des Vereins Keineken.

Deshalb sind jetzt die zwei Garagen, in denen die Keineken-Flaschen lagern, verschlossen und versiegelt. Doch Engler und die anderen Vereinsmitglieder denken nicht ans Aufgeben. «Wir wissen, das wird ein Kampf wie David gegen Goliath», sagt Engler. «Aber wir wollen unsere Marke eintragen lassen und ziehen das Gesuch beim Institut für geistiges Eigentum nicht zurück.»

Die Engelberger Bierfreunde sehen die Eigenständigkeit der einheimischen Bierkultur bedroht. Stein des Anstosses war besonders die Übernahme des Luzerner Biers Eichhof durch Heineken vor einem Jahr. Die Flasche mit den Teufelshörnern auf dem Etikett ist die Antwort aus Engelberg.

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