Hochwasser – entwurzelte Bäume Heftiges Gewitter zieht über die Schweiz

  • Publiziert: 29.07.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Mario Gertschen

LUZERN - Die Ost- und Zentralschweiz ist heute von starken Hagelstürmen heimgesucht worden. Bäume wurden entwurzelt und Flüsse traten über die Ufer.

Starker Regen hat heute vor allem im Luzernischen die Feuerwehren auf Trab gehalten. Rund 650 Feuerwehrleute mussten wegen überschwemmter Strassen und Keller ausrücken. Schäden gab es auch in den Kantonen Bern und Aargau.

In einigen Regionen des Kantons Luzern goss es am Vormittag wie aus Kübeln. Mehrere Bäche traten über die Ufer. Die grössten Schäden gab es im Luzerner Hinterland sowie im Rot-, im Wigger- und im Seetal, wie die Luzerner Polizei und das Feuerwehr-Inspektorat mitteilen. Anfang Nachmittag entspannte sich die Lage.

Die Feuerwehren hätten die Situation relativ schnell im Griff gehabt, sagt Vinzenz Graf, Feuerwehr-Inspektor des Kantons Luzern. Die Polizei registrierte bis Anfang Nachmittag ungefähr 70 Meldungen.

Gesperrt war unter anderem das Dorfzentrum von Buttisholz, weil dort der Dorfplatz unter Wasser stand. Die BLS-Bahnlinie Wolhusen-Langenthal zwischen Willisau LU und Gettnau LU war während gut zweieinhalb Stunden nicht befahrbar.

Keller und Strassen unter Wasser

Weniger stark betroffen waren die Kantone Bern und Aargau. Auf Berner Boden wurden vor allem im Oberaargau und im Emmental Keller und Strassen überflutet. Bei der Polizei gingen bis am Mittag rund 50 Meldungen ein.

Im Kanton Aargau wurden im Suhrental und im Freiamt vereinzelte Keller überschwemmt. In Anglikon fiel ein grösserer Baum auf eine Strasse, die deshalb vorübergehend gesperrt werden musste. Nach Angaben eines Sprechers registrierte die Kantonspolizei rund 15 Meldungen.

Viel Regen in Zentral- und Ostschweiz

Heftigen Regen gab es auch in der Ostschweiz. In St. Gallen fielen zwischen Mitternacht und Anfang Nachmittag über 40 Liter Regen pro Quadratmeter. In Schaffhausen waren es knapp 39 Liter, wie Christa Hayoz, Meteorologin bei MeteoSchweiz, sagt.

Je 33 Liter wurden in der Stadt Luzern, in Wädenswil ZH am Zürichsee sowie auf dem Hörnli im Zürcher Oberland registriert. Weiter westlich waren die Regenmengen deutlich kleiner.

Phasenweise hagelte es auch, wie Hayoz weiter sagt. Betroffen waren das Entlebuch und das Napfgebiet in der Zentralschweiz sowie ein Band im Norden des Landes, das vom Baselbiet über den Aargau bis in die Ostschweiz reichte. (gca/SDA)

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