Hassan und Angela sind immer noch verschwunden Die perfekte Flucht?

ZÜRICH - 16 Tage nach der spektakulären Flucht aus dem Gefängnis Limmattal fehlt von der Wärterin Angela Magdici (32) und dem Sex-Täter Hassan Kiko (27) noch immer jede Spur.

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Die Behörden tappen immer noch im Dunkeln. «Die beiden sind noch auf der Flucht. Neue Details gibt es derzeit nicht», sagt die zuständige Staatsanwältin Claudia Wiederkehr. Am Tag des Ausbruchs überquerten Angela Magdici (32) und Hassan Kiko (27) die italienische Grenze. Mit dem schwarzen BMW X1 mit dem Kennzeichen ZH 528 411 der Schweizerin. Die Aufnahme des Nummernschildes machte eine intelligente Kamera beim Grenzübergang nach Italien. Ein Gerät, das Kontrollschilder identifiziert und filmt.

«Gefälschte Pässe bekommt man praktisch überall»

Die Aufnahme ist das letzte Lebenszeichen des Vergewaltigers und der Gefängnis-wärterin. Seither fehlt von den beiden Flüchtigen jede Spur. Trotz internationaler Fahndung mit veröffentlichten Fotos. Zwei Wochen schaffen Hassan Kiko und Angela Magdici es bereits ohne irgendwelche Hinweise auf ihren Aufenthaltsort. Eine perfekte Flucht?

Willy Knecht, Ehemaliger Fahnder der Kapo Bern und Buchautor. play
Willy Knecht, Ehemaliger Fahnder der Kapo Bern und Buchautor.

«Sie fahren gegen den Flüchtlingsstrom. Die Kontrollen an den Grenzen konzentrieren sich derzeit mehr Richtung Norden», sagt Willy Knecht (73), ehemaliger Fahnder der Kantonspolizei Bern. «Das kommt ihnen zugute.» Knecht vermutet, dass sich die beiden des Autos bereits entledigt haben. «Man kann ein Auto umtauschen oder verkaufen. Das ist relativ einfach.» Es sei auch leicht, sich gefälschte Pässe zu organisieren. «Die bekommt man praktisch überall.»

Ohne Geld ist so eine Flucht nicht möglich. «Sie müssten viel Bargeld mithaben, um durchzukommen. Die Verwendung einer Kreditkarte kann man zu leicht nachverfolgen», erklärt Knecht.

Hier fährt Aufseherin Angela im Fluchtwagen

Doch warum gibt es kaum Hinweise aus der Bevölkerung. Warum erkennen die Italiener die beiden Flüchtigen nicht? Trotz mehrfacher Berichterstattung, auch im Ausland? «Ich denke nicht, dass sich ein Wirt in Süditalien Bilder von Flüchtigen aus der Schweiz einprägt», sagt Knecht. «Wir werden heutzutage mit so viel Informationen überflutet. Da kann man sich nicht alles merken. Vor 20 Jahren war eine Fahndung mit Bildern noch etwas Besonderes. Heute ist sie Usus.»

Ob die beiden Italien bereits verlassen haben, ist auch unklar. Wie können sie die Grenze überqueren, ohne erkannt zu werden? Vielleicht ein neuer Haarschnitt? Kiko war doch Coiffeur? Oder gibt es doch Verbündete, bei denen die beiden vorerst untertauchen konnten?

Der Aufenthaltsort von Kiko und Magdici bleibt weiterhin ein Rätsel. Schaffen es die beiden, für immer von der Bildfläche zu verschwinden? Knecht glaubt nicht daran. «Irendwann werden sie gefasst. Da bin ich mir sicher», sagt der ehemalige Fahnder. «Es braucht ganz einfach den Kommissar Zufall.» (mko)

Publiziert am 25.02.2016 | Aktualisiert am 25.03.2016
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Psychologe nimmt Stellung zum Limmattaler-Gefängnisausbruch «Angela wird sich stellen»

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24 Kommentare
  • sascha  müller aus Uznach
    26.02.2016
    Grenzen zu und es ist Ordnung
  • Dracomir  Pires aus Bern
    26.02.2016
    Man wird sie vermutlich nie mehr finden. Denn wenn sie sich dem IS anschlossen, wurden sie wahrscheinlich durch eine russische Rakete atomisiert. Ende gut, alles gut?
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    26.02.2016
    Die haben sich selbst ausgeschafft auf eigene Kosten. Was wollen wir mehr?
  • hanspeter  kobelt 26.02.2016
    Das Problem ist doch, dass die beiden irgendwann wieder in die Schweiz kommen und dann gleich von Psychologen betreut werden. Nachdem die dann festgestellen, wie der Anwalt des Kriminellen, dass die Integration gut funktionierte, werden die beiden dann auch noch finanzielle Unterstuetzung aus dem Sozialindustrielager erhalten. Meine natuerlich Steuergelder, von der S-Industrie abgezwackt.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    25.02.2016
    Hoffentlich fasst man die nie mehr, die Schweiz ist ein Gaunerpärchen los und wir sparen uns die Kosten für 2 Wellnessgefängnis-Insassen und für die Wärterin ist ein Arbeitsplatz frei geworden. Wir brauchen die nicht zurück, wir haben immer noch einen guten Vorrat an Kriminellen.
    • Mike  Probst 26.02.2016
      Natürlich wäre es das besten, wenn die nie mehr hier auftauchen würden. Leider lehrt uns die Erfahrung, dass Mitteleuropa für solche Leute das Schlaraffenland ist und wir sie eher früher oder später wieder hier durchfüttern müssen. Sprich: Er wird hier als Krimineller sein Unwesen treiben und sie, nach dem Liebes-Aus, irgendwann reumütig in den Schoss des Steuerzahlers zurückkehren. Wetten?