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Verkehrs-Info der Zukunft: «Stau auf der A2 in Fahrtrichtung Süden. Ach ja, die Ozonwerte liegen über dem Grenzwert, lassen Sie doch ihr Auto stehen.» (Keystone)
Die Ozonwerte liegen derzeit weit über dem Grenzwert. Doch gesprochen wird nur über Hitze und Unwetter. Auch der Bund sagt nichts zu den drohenden Gefahren.
Die Grüne Partei will das ändern. Denn wegen der hohen Ozonbelastung sterben jährlich bis zu 300 Menschen. Bei Werten über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter leiden vor allem Kinder und Jugendliche extrem unter Reizungen der Schleimhäute.
Die Schweinegrippe versetzte dagegen den Bund in Aktivismus: Notfallpläne existierten, Millionen wurden in Prävention und Medikamente inverstiert. Und regelmässig wurde die Bevölkerung gewarnt.
Die Grünen fordern vom Medienminister und der ihm unterstellten SRG, dass die Bevölkerung über die gesundheitlichen Gefahren hoher Ozonwerte aufgeklärt wird.
«Ozon gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung», sagt die Viziepräsidentin der Grünen, die Berner Nationalrätin Franziska Teuscher.
Deshalb sollen die Staumeldungen immer auch dazu genutzt werden, die Autofahrer aufzufordern, ihr Fahrzeug in der Garage stehen zu lassen und den öffentlichen Verkehr zu nutzen.
Weiter sollen Bund und Kantone ein Gratisangebot im Öffentlichen Verkehr anbieten, wenn die Umweltbelastung zu hoch ist.
Wetternachrichten am Fernsehen sollen zudem immer die aktuellen Ozonwerte vermitteln, auf die gesundheitlichen Gefahren hinweisen und Massnahmen für jeden Einzelnen aufzeigen. Und das Radio soll die von den Kantonen angeordneten Temporeduktionen übermitteln.
Die Hälfte aller Fahrten in der Schweiz seien Freizeitfahrten, schreiben die Grünen im Brief an die SRG-Spitze. «Sie haben es in der Hand, das soziale Verhalten und die Freizeitgestaltung unserer Bevölkerung zu beeinflussen», heisst es. Bei jeder Grippewelle werde ja auch aktiv kommuniziert.