Grossbrand von Sägerei in Küssnacht SZ noch nicht gelöscht Feuerwehr-Mann verletzt!

Bei der Schilliger Holz AG in Haltikon SZ ist gestern Nachmittag ein Grossbrand ausgebrochen – dieser konnte bis jetzt nicht gelöscht werden.

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Der Grossbrand in einer Sägerei bei Küssnacht SZ hält die Feuerwehr noch immer in Trab: Die Flammen in einem Holzlager lodern seit gestern Nachmittag.

Heute waren ein Grossaufgebot der Feuerwehr und ein Löschhelikopter im Einsatz. Der Holzverarbeiter will seine Produktion fortführen.

Grossbrand bei Sägerei in Küssnacht: Feuer noch nicht gelöscht play
Auch in der Nacht loderten die Flammen und die Löschflüge mit einem Helikopter wurden weitergeführt. Kapo SZ

Brand dauert bereits über 20 Stunden

Die Löscharbeiten dauern auch 20 Stunden nach dem Brandausbruch an. In der Nacht und am Dienstagmorgen waren im Schichtbetrieb bis zu 95 Feuerwehrleute im Einsatz.

Es brenne noch immer in einer der beiden Produktionshallen, die als Holzlager diente, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Mike Schwegler an einer Medienkonferenz heute Nachmittag in Küssnacht SZ. Die Gebäude müssten weiterhin von oben mit Wasser befeuchtet werden.

Grösste Herausforderung für die Löschkräfte war nach Angaben der Feuerwehr die Beschaffung von Wasser. Unter anderem wurden für Wasser aus dem Vierwaldstättersee knapp drei Kilometer lange Leitungen verlegt. Neben Tanklöschfahrzeugen standen auch bis zu zwei Helikopter im Einsatz.

Feuerwehrmann wurde verletzt

Beim Brand erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen. Er wurde vor Ort ambulant verarztet, wie der Polizeisprecher sagte.

Gewässer in der Umgebung wurden durch Löschwasser belastet, wie der Polizeieinsatzleiter Dirkt Küttel sagte. Es seien Sperren errichtet worden. Zudem überwacht das Schwyzer Amt für Umweltschutz die Situation mit Proben.

Die Strasse zwischen Küssnacht SZ und Udligenswil LU bleibt aufgrund des Feuerwehreinsatzes weiter gesperrt. Wann sie wieder befahren werden darf, ist offen.

Polizei untersucht Brandursache

Die Ursache für den Grossbrand war am Dienstag unklar. Die Branddetektive hätten den Brandort noch nicht betreten können, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur sda. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und führte erste Befragungen durch. Beigezogen wurde auch das Forensische Institut Zürich.

Der betroffene Sägereibetrieb Schilliger Holz will derweil sein Geschäft weiterführen. Weite Teile der Produktion könnten trotz des Brandes aufrecht erhalten werden, teilte das Unternehmen mit. Das eigentliche Sägewerk, ein Rundholzlager, ein Hobelwerk, eine neue Sortierlinie sowie ein fast fertiggestelltes Leimwerk seien gerettet worden.

Das Sägewerk werde baldmöglichst den Betrieb wieder aufnehmen, heisst es in der Mitteilung. Die vom Brand betroffenen Produktionslinien sollen so rasch wie möglich wieder aufgebaut werden. Für die Mitarbeitenden würden unternehmensintern Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung gesucht.

Feuerwehren aus drei Kantonen

Die Sägerei existiert seit 1861. 1962 erlitt die Sägerei einen Totalbrand. Der Betrieb beschäftigt an drei Standorten in Haltikon, Root LU und im französischen Volgelsheim 320 Festangestellte.

Der Brand war am Montag um 14.30 Uhr ausgebrochen. Mitarbeiter sowie eine Brandmeldeanlage schlugen Alarm. Der Brand zerstörte zwei Produktionshallen. Die Feuerwehr stand zunächst mit knapp 300 Löschkräften aus drei Kantonen im Einsatz. Sie konnten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Firmengebäude verhindern. (SDA)

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 17.01.2017
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13 Kommentare
  • Sonja  Scherer , via Facebook 10.01.2017
    Jacky Marder es gab eine Explosion in einem Sägemehlsilo. Da nützen alle Feuermelder nichts. Ausserdem ist der Betrieb auf einer Anhöhe darum ist die Wasserbeschaffung sehr schwierig.
    • Jacky  Marder 10.01.2017
      Wenn es eine Explosion im Sägemehlsilo geben kann, ist ja bereits der Silo eine Fehlkonstruktion oder er steht am falschen Ort. Für zu spätes bemerken eines Feuers in einem Holzbetrieb, da gibt es aus meiner Sicht keine faulen Ausreden!!
    • Jacky  Marder 11.01.2017
      Liebe Tante Sonja, auch heute noch ist die Brandursache unklar, von wegen Explosion!!!
  • Jacky  Marder 10.01.2017
    Hat denn dieser riesige Holzverarbeitende Betrieb keine Feuermelder? Das muss man doch einfach viel früher merken, wenn es in so einem betrieb zu brennen beginnt und nicht erst dann, wenn die Flammen aus dem Dach schlagen. Dann ist es eben schon zu spät und die Feuerwehrleute können eigentlich nur noch zuschauen und die Häuser schützen, welche in der nähe des Brandes stehen.
    • Alfred  Neumann 10.01.2017
      Leider können sich Feuer gerade in solchen Betrieben fast explosionsartig schnell entwickeln. Die Temperaturen sind extrem hoch und können ohne direkte Flammeneinwirkung weiteres Material über grössere Distanz in Brand stecken. Feuermelder helfen da unter Umständen nicht viel- wenn das Feuer "am richtigen" Ort ausbricht. Diese extremen Bedingungen erklären auch die sehr lange Brenndauer. Das Löschwasser verdunstet bevor es seine Wirkung richtig entfalten kann.
    • Martin  Hasselberg , via Facebook 11.01.2017
      @ Marder "Mitarbeiter sowie eine Brandmeldeanlage schlugen Alarm"
      Brandmeldeanlage gleich Feuermelder. Aber wie es Herr Neumann schon schrieb ist das in einem Holzverarbeitungsbetrieb halt auch sehr schnell gross und die Energie im Brandort so hoch das dass Löschwasser halt sehr schnell verdampft, da Temperaturen von 600 Grad und höher herschen.
  • Peter  Brunner 10.01.2017
    Hochinteressant das zu wissen. Diese Antwort ist mir eigentlich sehr egal. Und überflüssig.
  • Jean-Pierre  Hubschmid aus Bülach
    09.01.2017
    Langsam aber sicher muss man sich schon fragen, was los ist. Restaurante - Hotel- Wohnungen - Tiefgaragen Fabriken - Bauerhöfe Weiden Brennen in letzterzeit. Woran liegt das? Meistens heisst es Brandursache noch nicht geklärt.
    • Urs  Leibundgut 09.01.2017
      Also Brände in Holzverarbeitenden Betrieben ist jetzt also nicht so speziel das es schon misteriös ist , meist technischer Defekt oder selbst endzündung im Silo.
      Auch nicht Brände in Wohnungen wärend der Kerzlizyt, besonders im Januar.
      Das es am Brandtag heisst: "Brandursache unklar" liegt meistens dran das es noch brennt und die Untersuchung noch nicht begonnen hat resp. abgeschlossen ist. Wochen später, nach abschluss der Untersuchung ist es der Presse dann auch keine Schlagzeile mehr wert.
    • Roman  Camenzind aus Gersau
      09.01.2017
      Die Medien berichten durch die sog."Leserreporter" schneller und viel mehr,die Brandursache wird meistens nach dem Brand erforscht.Leider ist für die Medien,bei einer geklärten Brandursache,das Resultat,nicht mehr so wichtig,ausser es wäre Brandstiftung,dann können alle wieder weiter spekulieren
    • Marco  Weber 10.01.2017
      Herr Hubschmid meistens wird nach dem Brand einfach nicht mehr darüber berichtet, dadurch wissen Sie nicht wiso es gebrannt hat! Daran ist zu 95 Prozent nichts misteriöses oder unheimliches!
  • Thomas  Hager aus Luzern
    09.01.2017
    Die Schilliger AG liegt in Haltikon Kanton Schwyz und das ist ein Ortsteil von Küssnacht am Rigi von wo aus auch das Foto aufgenommen wurde. Also nicht in Altikon Kanton Zürich.
    • Felix  Kübler aus Schlieren
      10.01.2017
      Danke für Ihre Berichtigung - es ist doch so wichtig dass Sie immer das Letzte Wort haben (wenn es auch nicht so weltbewegend ist...)