Grossanlässe Tour de France wird für Kanton Bern teurer als geplant

Das Gastspiel der Tour de France kommt den Kanton Bern teurer zu stehen als geplant. Der Kanton Wallis und die Stadtberner Organisatoren können ihre Budgets hingegen einhalten.

Tour de France: Grossanlass wird für Kanton Bern teurer als geplant play
Der Tour-Tross am 20. Juli in der Berner Altstadt. Keystone/LUKAS LEHMANN

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Das wurde am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern bekannt. Die Berner und Walliser Behörden zogen dabei eine insgesamt positive Bilanz des Tour-de-France-Gastspiels vom 18. bis 20. Juli. Von einer «längerfristigen Wertschöpfung» war die Rede und von «eindrücklichen Fernsehbildern», die Werbung für die Schweiz in aller Welt machten.

Kurzfristig muss sich der Berner Regierungsrat nochmals mit dem Thema befassen. Denn das Kantonsparlament hatte seinerzeit 1,74 Millionen Franken freigegeben, davon 1,4 Millionen für die Sicherheit und die Bereitstellung der Strecke ausserhalb der Stadt Bern.

Das Geld reichte nicht aus: Der Terroranschlag in Nizza am 14. Juli trieb die Sicherheitskosten in die Höhe. Noch ist nicht alles abgerechnet, doch der kantonale Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann geht von einer Budgetüberschreitung in unbekannter Höhe aus. Ob ein Regierungsbeschluss reicht oder ob es sogar einen Nachkredit des Grossen Rates braucht, liess Ammann auf Nachfrage offen.

Für seinen Walliser Regierungskollegen Jean-Michel Cina sieht es besser aus. Die 1,5 Millionen Franken des Kantons sollten reichen, sagte er. Eine halbe Million sei nachhaltig in Strassen und in die Infrastruktur am Zielort Finhaut-Emosson investiert worden, knapp 900'000 Franken in die Streckensicherung.

Weitere 150'000 Franken sei an die lokalen Organisatoren geflossen. Diese hätten bislang kein zusätzliches Geldbegehren gestellt.

Auch das lokale Organisationskomitee in Bern bleibt im Budget, wie der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät feststellte. Zwei Millionen Franken standen zur Verfügung, etwa ein Drittel stammt von Stadt und Kanton. Der Rest wurde durch Sponsoren und Veranstaltungseinnahmen generiert.

«Ich hoffe auf eine schwarze Null», sagte Tschäppät. Er blickt wie seine Kollegen in den Kantonsregierungen gerne auf den Besuch der Tour de France zurück. «Bern konnte sich von der besten Seite präsentieren», sagte der Stadtpräsident vor den Medien.

So sahen es auch die Regierungsräte Ammann und Cina. Die Werbung für die Kantone Bern und Wallis sei unbezahlbar. Beide sind überzeugt von der «längerfristigen Wertschöpfung» des Tour-de-France-Gastspiels, auch wenn sich das nicht in Zahlen ausdrücken lasse. (SDA)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 18.10.2016
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