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«Selbstverständlich wird der Stromverbrauch durch Elektro-Autos zunehmen. Ein neues AKW braucht es deswegen nicht», sagt Greenpeace-Mann Urs Wittwer.
Er widerspricht damit ETH-Professor Lino Guzella abenteuerlich, der sagt: «Wenn alle Autos in der Schweiz statt mit Benzin und Diesel die gleichen Fahrstrecken wie heute rein elektrisch fahren würden, bräuchten wir den Strom von zusätzlichen ein bis zwei Kernkraftwerken der Grösse von Leibstadt.»
«Diese Rechnung ist absurd. Die Zahl der Elektro-Autos wird nur sehr langsam zunehmen», sagt Wittwer.
Die Autos sind zu schwer
Greenpeace kritisiert, wie Elektro-Autos heute gebaut werden und fordert: «Heute werden Autos für vier Personen und mit einem Gewicht von 1,5 Tonnen oder noch mehr elektrifiziert. Es braucht aber vor allem weniger und energieeffizientere Fahrzeuge.»
Die Umweltschutzorganisation verfolgt deshalb argwöhnisch, dass Stromkonzerne wie Alpiq den Autosalon in Genf in diesem Jahr nutzen, um sich als «Treibstoff-Lieferanten» für Elektro-Mobile zu präsentieren: «Die Stromkonzerne hängen sich am Autosalon in Genf vermutlich ein grünes Öko-Mäntelchen mit den Elektro-Autos um. Das ist ein fieses Spiel, um gute Stimmung zu machen.»