Weil Hirsche zu heiss hatten Bündner Jäger mit mieser Erfolgsquote

Die diesjährige Hochjagd in Graubünden war offenbar kein gutes Jahr: Wegen des guten Wetters blieben die Hirsche in ihren Stauden. Dafür wurden viele Rehe abgeschossen.

Hochjagd in Graubünden bisher erfolglos: Den Hirschen ists zu heiss play
Die Hochjagd brachte dieses Jahr wenig Hirschpfeffer. ARNO BALZARINI

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Einen Monat lang galt in Graubünden die Hochjagd, einen Monat lang durften die Jäger auf das Wild schiessen. Eine regelrechte Tradition, die verbunden ist mit grösseren Festen, Wildspeisen und Zurschaustellung von Gejagtem.

Eine schöne Sache eigentlich, wenn man Wildfleisch liebt. Die diesjährige Hochjagd gab aber im Unterland eher Anlass zu negativen Schlagzeilen: Zwei Jäger stürzten nach dem Abschuss in den Tod. Ein dritter Jäger wurde von seinem Kollegen angeschossen, weil er ihn für einen Hirsch handelte.

Und nun dies: Wie die «Südostschweiz» berichtet, soll die Bilanz der diesjährigen Hochjagd eher enttäuscht haben. Konkrete Zahlen gibt es zwar noch keine. «Wir sind zwar im Mittel der letzten Jahre», erklärt Bündner Jagd-Chef Georg Brosi gegenüber der Zeitung. Doch: Gemessen an den hohen Wildbeständen sei es kein besonders gutes Jahr.

Viele Rehe, auch ein Goldschakal

Ursache dafür soll gemäss Brosi das sommerliche Wetter im September sein. Hirsche würden sich bei gutem Wetter in den Stauden zurückziehen und sich kaum bewegen. Auch blieb der September-Schnee aus, der die Abschusszahl der Hirsche jeweils erhöht.

Gute Resultate gab es jedoch bei der Jagd auf Gämse und Rehe. Beim letzteren Wild spricht Brosi gar von «nah an den Rekordjahren». Auch gab es zahlreiche Wolfsichtungen. Zudem wurde der Goldschakal rund um Landquart gesichtet, wie die «Südostschweiz» weiter schreibt. (pma)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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7 Kommentare
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    05.10.2016
    Die Jäger in Graubünden sollten zu ihrer Sehschwäche stehen. Wer eine gute Brille trägt, der kann ganz gut, zwischen Menschen und Hirsch unterscheiden. Zudem, er sieht dann auch die Hirsche besser? ;-)
  • Michael  Caminada , via Facebook 04.10.2016
    Zum Glück haben wir in Graubünden noch den Wolf, wenn die Jäger schon nicht im Stande sind etwas zu erlegen, macht es immerhin der Wolf.
  • Peter  Moserer 04.10.2016
    Naja und vor kurzem hat in Graubünden ein Jäger einen Kollegen angeschossen. Treffer ist Treffer. Das sollte auch noch auf die Liste.
  • Peter  Jendt aus Erlach
    04.10.2016
    Für die Hirsche sicher ein gutes Jahr! Wenn Jäger auf Jäger schiessen und nicht auf Hirsche!
  • karin  furter aus zürich
    04.10.2016
    Tragische Tradition ( Mordlust als Tradition) sollte verboten werden die Natur braucht das nicht! Hoffe die Jäger rotten sich mit ihren Kollegenabschüssen selber aus....
    • Dario  Tom 05.10.2016
      ja, traurige Tradition. Ursprünglich mal Überlebens wichtig, heute Hobby... Kann mir niemand sagen dass wir eine Überpopulation an Wildtieren haben! Sollte sofort abgeschafft werden...