Nach Bergsturz: Das Calancatal hat wieder einen Zugang zur Restschweiz

Dank einer provisorischen Umfahrungsstrasse ist das hintere Calancatal wieder per Auto erreichbar. Die Aufräumarbeiten dauern noch an – erst in zwei Monaten wird die Strasse wieder normal befahrbar sein.

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Die Notstrasse soll wegen den Sprengungen und Räumungsarbeiten in den ersten beiden Tagen zunächst jeweils die ersten zehn Minuten von jeder vollen Stunde geöffnet werden, sagte Elia Lardi, Mediensprecher des Tiefbauamtes Graubünden am Donnerstag auf Anfrage. Dabei soll der Verkehr nur einspurig fliessen und über eine Ampel geregelt werden.

Beim Felssturz zwischen Molina di Buseno und Arvigo waren am Montagabend rund 5000 Kubikmeter Gestein niedergegangen, was einem Volumen von fünf Einfamilienhäusern entspricht. Auf der Calancastrasse blieben 2000 Kubikmeter liegen und türmten sich bis zu vier Meter hoch. Bis die schwer beschädigte Strasse freigeräumt und vollständig repariert ist, werden nach Schätzungen des Tiefbauamtes mindestens zwei Monate vergehen.

Gemäss Berichten des Tessiner Fernsehens RSI bedeutet dies für die Betriebe im Calancatal einen schweren Schlag für das Geschäft. Sie sind auf eine Strasse, die auch LKWs passieren können, angewiesen. Das Calancatal ist unter anderem für seinen Gneisabbau bekannt.

Die mehreren hundert Einwohner des hinteren Calancatals waren bis zur Eröffnung der Notstrasse am Donnerstagabend von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Felsmassen hatten ausserdem die Telefonverbindung zerstört. Die Swisscom hatte deshalb in der ersten Phase Satellitentelefone vor Ort gebracht. Bis zum Donnerstagabend sei eine provisorische Lösung gefunden worden, so dass wieder alle Swisscom Dienste im Tal verfügbar seien, sagte die Unternehmenssprecherin Annina Merk am Donnerstag auf Anfrage. (SDA)

Publiziert am 10.03.2016 | Aktualisiert am 10.03.2016
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