POSCHIAVO - GR - Der zutrauliche Bär M13 pendelt fleissig zwischen der Schweiz und Italien. Momentan ist er im Puschlav unterwegs – und hat dort bereits zwei Schafe getötet.
Jungbär M13 stattet der Schweiz immer wieder mal einen Besuch ab. Am Montag kam er vom italienischen Tirano her über die Grenze in den Kanton Graubünden. Der Bär wurde im Bereich des Val di Campo im Puschlav aufgespürt, wie die Internetzeitung «ilbernina.ch» berichtet.
Problem bei der Ortung
M13 machte sich sogleich an einer ungeschützten Schafherde zu schaffen und riss eines der Tiere. Trotz eines neuen Senders an seinem Hals erfuhr das Amt für Jagd und Fischerei erst am folgenden Tag davon – wegen Problemen bei der Datenübertragung war der Verbleib des Bären während acht Tagen unklar.
Mit der Anwesenheit von M13 ist es das erste Mal seit 100 Jahren, dass sich ein Bär erwiesenermassen im Puschlav aufhält. Offenbar gefällt es ihm in der Region: Wie «suedostschweiz.ch» berichtet, kehrte er heute Morgen zur Herde im Val di Campo zurück und tötete nochmals ein Schaf.
Nicht wegrennen
Das Verhalten des Jungbären ist auffällig, weil er wenig Scheu zeigt vor Menschen. Bei einer Begegnung mit M13 solle man «mit Geräuschen und ruhigen Bewegungen auf sich aufmerksam machen, keinesfalls wegrennen oder gar dem Bären nachsteigen», schreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden. (noo)
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